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Neuapostolische Kirche Kritik: die Wiederkunft Christi  – Neuapostolischer Prämillenarismus, die Auferstehung der Toten

Neuapostolische Kirche Kritik
Der Prämillenarismus – Eine Einführung

E. Bei seiner Wiederkunft werden alle Toten auferstehen

Paulus informiert die Gemeinde in Thessaloniki: „Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit Ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.“ (1. Thess. 4, 15-17). Paulus stellt klar, wenn Jesus zurückkehrt, wird er die mit sich bringen, die in Jesus entschlafen sind, d. h. die Christen, die auf der Erde leiblich gestorben sind. Dann werden wir, die wir glücklicherweise bei seiner Wiederkunft noch am Leben sind und übrig geblieben sind mit Ihnen gemeinsam in die Wolken heraufgeholt. Der wichtigste Punkt ist hier, dass die verstorbenen Christen bei Jesu Wiederkunft auferstehen werden.

Im Zusammenhang mit der Wiederkunft Jesu informiert uns Johannes: „Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden Ihn sehen, wie er ist.“ (1. Joh. 3, 2). Wenn Jesus zurückkehrt, werden wir Christen verwandelt werden. Wir wissen nicht, inwiefern wir verwandelt werden, es ist bis jetzt noch nicht offenbart, wie wir sein werden. Aber wir wissen, dass wir sein werden wie Jesus, wenn er kommt. Paulus weist auf den gleichen Punkt hin: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.“ (Phil. 3, 20-21). Wenn er zurückkehrt, werden unsere Körper, wenn wir Christen sind, so verwandelt werden wie sein Körper ist.

In seinem Evangelium zitiert Johannes den Herrn Jesus in Hinblick auf die Auferstehung von den Toten: „Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: Die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ (Joh. 5, 28-29). Nicht nur die verstorbenen Christen werden bei des Herrn Wiederkunft auferstehen, sondern alle, die in den Gräbern sind. Und Jesus sagte, dies wird während „einer Stunde“ geschehen.

Mit diesem Wissen, werden Paulus Worte an die Korinther deutlich, die in ihrem Kontext nicht ganz klar sind: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.“ (1. Kor. 15, 51-53). Paulus klassifiziert hier nicht die Toten wie er es tat, als er an die Gemeinde zu Thessaloniki schrieb. Hier zeigt er (in Übereinstimmung mit der Lehre Jesu in Johannes 5,28-29), dass alle Toten auferweckt werden, wenn die letzte Posaune erklingt, Christen und Nichtchristen. Diejenigen, denen Jesus zuruft „gut gelebt“ zur Auferstehung des ewigen Lebens und jene, zu denen Jesus sagt „schlecht gelebt“ zur Auferstehung des ewigen Gerichts. Dies wird geschehen, wenn Jesus wiederkommt und die Erde zerstört werden wird.

F. Himmel und die Erde werden bei seinem Kommen durch Feuer vergehen

Petrus schrieb: „Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.“ (2. Petr. 3:10). Wenn der Tag des Herrn kommt – und der Tag des Herrn, von dem er spricht, kommt wie ein Dieb in der Nacht – werden der Himmel und die Erde durch Feuer zerstört.

Jesus kommt nicht, um ein irdisches Königreich aufzurichten. Wenn Er kommt, wird alles auf dieser Erde und alles in diesem Universum in Rauch aufgehen.

Es gab schon immer jene, die Warnungen Gottes über Zerstörung nicht glaubten. Doch dies gilt vor allem in unserer Zeit des aktualistischen Denkens (Anm. d. Ü.: Das Prinzip, dass man durch Beobachtung der Gegenwart auf die Abläufe der Vergangenheit schließen könne), in der die Mehrheit der Wissenschaftler glaubt, dass die Sintflut niemals stattfand, dass das Gesicht der Erde langsam und stetig durch dieselben kleinen Kräfte geformt wurde, die auch heute am Werk sind. In derselben Schriftstelle lässt uns Petrus wissen, was zu erwarten ist: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist! Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; und dass durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging. Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.“ (2. Petr. 3, 3-7).

Der Schreiber des Hebräerbriefs vergleicht die Zerstörung der Erde mit der Gesetzgebung am Berg Sinai. An dem Tage als die Erde durch dessen Stimme erbebte, der die zehn Gebote ausgab, waren die Menschen entsetzt. Der Schreiber warnt uns dann: „Habt acht, dass ihr den nicht abweist, der redet! Denn wenn jene nicht entflohen sind, die den abgewiesen haben, der auf der Erde göttliche Weisungen verkündete, wieviel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herab tut! Seine Stimme erschütterte damals die Erde; jetzt aber hat er eine Verheißung gegeben, indem er spricht: »Noch einmal erschüttere ich nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel!«“ (Hebr. 12, 25-26).

Diese Textstellen stellen es klar heraus, beides, Himmel und Erde, werden am Tag des Herrn, der kommt wie ein Dieb in der Nacht, vergehen. Diesen Tag nennt Petrus den „Tag des Gerichts“. (2. Petr. 14, 15).

G. Das Gericht wird bei seinem Kommen beginnen

„Von diesen hat aber auch Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt, indem er sprach: ‚Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter Ihnen zu strafen wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben, und wegen all der harten [Worte], die gottlose Sünder gegen Ihn geredet haben.‘“ (Jud. 14-15).

Wenn der Herr mit seinen zehntausenden Heiligen – seinen Engeln – zurückkehrt, kommt Er zurück um Gericht zu halten, den Tag des Gerichts einzuleiten.

Das Gleiche wird im 2. Brief an die Thessalonicher ausgesagt: „Euch aber, die ihr bedrängt werdet, mit Ruhe gemeinsam mit uns, bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft, an jenem Tag, wenn Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben – denn unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden.“ (2. Thess. 1, 7-10). Paulus stellt hier klar heraus, dass an dem Tag, wenn Jesus kommt, um unter seinen Heiligen bewundert zu werden, wenn er als erstes von den Christen gesehen wird, kommt er zur selben Zeit um Gericht zu halten. Er wird die bestrafen, die Gott nicht kennen oder dem Evangelium nicht gehorchen. Am selben Tag wird er mit den Engeln seiner Macht in flammendem Feuer vom Himmel her offenbart werden.

Im Evangelium nach Matthäus, bei der Erklärung des Gleichnisses vom Sämann, stellt Jesus klar, dass „Das Ende der Welt“ am Ende dieses Zeitalters dann sein wird, wenn die Ernte erfolgt. „Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Und er antwortete und sprach zu Ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ (Matth. 13, 36-43). Dasselbe wird in Offenbarung 14, 14-20 angesprochen: am Ende der Zeit wird die Ernte der Erde eingebracht.

Ein Bild dieses Gerichts findet sich in Offenbarung 20, 11-15. Gott sitzt auf dem großen weißen Thron und die Toten werden nach dem, was in den Büchern geschrieben steht beurteilt. Und wenn der Name einer Person nicht im Buch des Lebens geschrieben steht, wird er in den Feuersee geworfen.

In der Apostelgeschichte legt Paulus in einem Vortrag an die Einwohner Athens einen Beweis für den kommenden Tag des Gerichts vor: „Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er Ihn aus den Toten auferweckt hat.“ (Apg. 17, 30-31).

Das Gericht wird bei Jesu Wiederkunft beginnen und dieses Gericht wird so sicher stattfinden wie die Auferstehung Jesu von den Toten stattgefunden hat.

H. Fazit

Jesus kommt bald, um seine Heiligen einzufordern, die Erde zu vernichten und das Gericht einzuleiten. Der Tag seines Kommens ist nicht bekannt, er wird wie ein Dieb in der Nacht kommen. Er wird in den Wolken kommen und jedes Auge wird Ihn sehen. Bei seinem Kommen werden alle Toten, Christen und Nichtchristen, auferstehen.

Im nächsten Abschnitt werden die Grundzüge des Prämillenarismus dargestellt und diese einer Prüfung unterzogen.

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