Das neuapostolische Sakrament der Taufe

Neuapostolische Kirche Ausstieg
Neuapostolisch – Alkohol – Bekehrung – Heilung

Rainer Mietzelfeld

Einleitung

Rainer ist neuapostolisch und hat massive Probleme mit dem Alkohol, nur eine Bekehrung zu dem Herrn Jesus Christus bewirkt Heilung an Leib, Seele und Geist. Die Neuapostolische Kirche ist eher das Problem, als die Lösung. Ein packender Lebensbericht eines Menschen, der aus der Neuapostolischen Kirche ausgestiegen ist.

Lesen Sie Rainers persönliches Zeugnis und über seine Bekehrung zu dem Herrn und Heiland Jesus Christus.

Was bisher war überhaupt Leben nennen?

Wie war es vor fast 2 Jahren, als mich die Liebe Jesu Christi endlich erreichte? Konnte man das, was bisher war überhaupt Leben nennen? War das alles nötig? 38 Jahre vergeblich gelebt? Heute, da ich nun ca. 20 Monate mit dem Herrn gehen darf, will ich einmal zurückschauen. Nicht im Zorn oder in Trauer über verlorene Jahre meines Lebens, nein, mit den Augen Jesus und geleitet durch den Heiligen Geist! Nicht etwa so, wie Jesus sagt: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes“ – Luk. 9, 62.

Nein, die kommenden Zeilen sollen ein lebendiges Zeugnis der Taten und Verheißungen Jesus Christus von und für mein Leben sein. Und alles soll; Ja muss zur Verherrlichung seines Namens dienen. Diesem Namen, der über allen anderen Namen ist: „Jesus Christus“ – Apg 4,12.

Also mögen diese Aufzeichnungen als Schritt des Gehorsams und als Einlösung eines von mir gegebenen Gelübdes dienen. Denn nach dem ich die Liebe Christi ergriffen hatte, gab ich ein spontanes Gelübde. Das kann und will ich nicht für mich behalten!

„Und seid dafür Zeugen“ – Luk. 4, 48.

38 Jahre ins Klo, abziehen und tschüss

Vorab nun, wie auch oben angekündigt, ein Rückblick. Denn immerhin waren bis zu meiner Wiedergeburt aus Wasser und dem Geist (Joh. 3, 5) 38 Lebensjahre mehr oder weniger gelebt. Ich weiß noch, wie meine Einstellung kurz vor meiner Bekehrung war, 38 Jahre ins Klo, abziehen und tschüss, wertlos, Leben Ade!

38 Jahre Minderwertigkeit, Menschenfurcht, von der Meinung anderer abhängig, Fahne in den Wind hängend, Angst, das Leben läuft an mir vorbei. Kaputte Gefühle, auf der Suche nach Liebe, Liebe, Liebe. Keiner und nichts konnte meinen Liebeshunger ausfüllen, böse Welt. Nur ich bin gut, wenn mal alle so wären. Wenigstens einen Tröster habe ich gefunden. Alkohol! Gleich nach der ersten Begegnung mit ihm war ich abhängig. Ich setzte Alkohol ein, später auch Tabletten, Mutmacher, Problemlöser, Rosa Brille, Liebesersatz!

Mit 16 Jahren starb mein geliebter Vater

Mit 16 Jahren war ich schon abhängig, eher früher. Einen Monat nach meinem sechzehnten Geburtstag starb mein Vater im „Alter“ von 39 Jahren. Der Einzige und das Liebste was ich hatte. Auch er hatte, wie ich später erst merkte gelinde gesagt Alkoholprobleme. Ach, er war so herrlich schwach, die Mutter hatte zu Hause die Hosen an, was ich ihr damals sehr übel nahm. Ja, jetzt ohne Vater ging es rapide abwärts mit mir. Doch wie schon bis dato, schlängelte ich mich weiter so durchs Leben, wohl keinen Tag mehr ohne Stoff.

Mit ach und Krach habe ich meine Lehre abgeschlossen und den Bundeswehrdienst gemacht, geheiratet, zwei Kinder. Dreizehn verschiedene Arbeitgeber in 18 Jahren zeugen nicht etwa davon, dass ich Freiberufler war, nein, sie zeugen von Problemen und noch mal von Problemen. Alkoholkrank, unzuverlässig, müde. Nach der ca. 10. stationären Entgiftung gibt meine Frau auf, gedrängt von ihren Eltern und lässt sich von mir scheiden. Nach 10 Jahren Ehe. Weitere 20 Entgiftungen, eher noch mehr, zwei Langzeittherapien. Seit der ersten Entgiftung sind mittlerweile 8 Jahre vergangen. Ich bestehe nur noch aus Angst, Hölle pur, Angst, Tabletten, Angst, Alkohol, Angst, Angst vor der Angst, nicht das erste Mal Selbstmord-Gedanken.

Circa eine Woche bevor ich von Jesus hörte (Monika), wollte ich wirklich Schluss machen, Henkersmahlzeit, endlich eine kurze Straße, … Auto, …ängstliche Autofahrerin, … oh mein Gewissen!

Immer ein schlechtes Gewissen vor Gott

Ja, und das alles, obwohl ich doch ein Kind Gottes war. Ja, ich wähnte mich ein Kind Gottes zu sein, versiegelt auf und mit dem Heiligen Geist. Ich war sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Seit ich denken kann, liebte ich Gott und mein Sehnen war schon als kleiner Junge: „Ich will dem Herrn, also Gott Vater dienen“, Menschen auf den einzig richtigen Weg führen. Eben, dass sie neuapostolisch werden, denn nur uns galt diese Verheißung.

„Ich werde wiederkommen und Euch zu mir nehmen.“ – Joh 14, 3

Welche Ehre, welche Freude musste es sein, ein Apostel des Herrn zu sein. Ich will hier nicht mehr näher auf die Lehre der NAK eingehen. Ich hatte jedoch weitgehend immer ein schlechtes Gewissen vor meinem Gott, so wie ich ihn vorgestellt bekommen habet. Mein lieber, gnädiger himmlischer Vater, der alle Macht nur den Aposteln gegeben hatte. Wenn mir am Sonntagabend eine Sünde bewusst wurde, musste ich mich bis zum nächsten Sonntag damit herumschleppen, bis der Priester wieder die Vergebung der Sünden im Auftrag eines lebenden Apostels aussprach. Nur ein Beispiel, wie sich immer diese Konflikte in mir abspielten.

Ich wollte Gott erreichen und wohlgefällig sein

Eines unserer meisten Gebete war doch: „Komm Herr Jesus, hole uns Heim!“. Oh, und was wäre, wenn er Dienstag kommt und am Sonntag wird mir erst wieder vergeben, dann bin ich vielleicht nicht dabei? Spannung, innere Zerrissenheit, komplexe, permanent schlechtes Gewissen vor Gott. Oh, welch ein verzerrtes Vaterbild. So recht nach den Vorstellungen des Widersachers. Apostel über alles. Jesus nur so am Rande. Mir war der Name Jesus jedenfalls nie etwas Besonderes. Obwohl ich Gott so liebte, preis den Herrn. Gott hat mein Herz gesehen und meine Aufrichtigkeit ihn zu finden und ihm zu dienen, nicht übersehen. Ja, wie gesagt, das alles bewirkte in mir krank machende Konflikte, denn ich wollte Gott gefallen und ihn aufmerksam auf mich machen. Alles machte ich mit, zweimal am Sonntag Gottesdienst, Montag Chorstunde, Dienstag Jugendstunde oder Weinberg (Klinkenputzen).

Ja, ich wollte Gott erreichen und wohlgefällig sein. Ich muss ehrlich sagen, meist habe ich es gern und aus Überzeugung gemacht, dass es mir angerechnet wird. Ja, ich liebte meinen himmlischen Vater damals schon und hoffte auf die alles entschädigende Ewigkeit! Es sei hier auch noch erwähnt, dass ich den Wunsch, Gott zu dienen, nie aussprechen durfte, das tat man nicht, das wäre Hochmut. Gott allein bestimmt durch einen Apostel, wer in den Gemeinden dienen darf und ich wartete und wartete.

Oma, sie hatte viel Kontakt mit der Totenwelt

Alle paar Jahre wurden vom Apostel „Amtsgaben“ eingesetzt, ich hoffte so sehr endlich einmal Unterdiakon zu werden um auch im schwarzen Anzug dienen zu können. Hatte doch meine Oma bei meiner Konfirmation die Schau, dass ich einmal ein Priester Gottes werde. Ja, die Oma, sie hatte viel Kontakt mit der Totenwelt, auch ich sah es als meine Verpflichtung an, für die Menschen, die unerlöst in die Ewigkeit gegangen sind, Fürbitten vor Gott zu bringen. So hatte ich es gelehrt bekommen. Wie dem auch war, sie, die Oma, war mir neben meinem Vater das Liebste. Von ihr fühlte ich mich verstanden, da konnte ich mich so richtig fallen lassen.

Leider waren wir durch die Mauer in Berlin räumlich voneinander getrennt. Meine Eltern sind mit uns Kindern kurz vor dem Mauerbau in Berlin nach Westdeutschland geflohen. Ja, die Oma lebte voll Ihren Glauben und hatte so viele Erlebnisse, dass es mir immer schauderte, wenn sie wieder von Ihren Kontakten mit der Totenwelt erzählte. Damals sah ich das als große Gnade Gottes an, so etwas zu erleben. Nun, nach dem Tod meines Vaters, fiel so nach und nach meine Familie von ihrem auch bis dato schon oberflächlich gelebten Glauben ab, sodass ich bald der einzige Kirchgänger in meiner Familie und meiner damaligen Umgebung war. Ich wähnte mich oft als Märtyrer für Gott, denn nichts konnte mich dazu bringen meinen Gott zu verleugnen, ich glaube auch sagen zu dürfen, dass ich es nie getan habe.

Suff bis zur Ekstase.

Ob im Suff, in der Kneipe oder bei der Bundeswehr, in der Schule oder auf der Arbeit, ich stand zu meinem Glauben an Gott und versuchte vielen das Heil Gottes (NAK) nahezubringen. Trotz meiner „dollen Jahre“, ca. vom 18. bis zum 21. Lebensjahr, in denen ich kaum zur Kirche ging und mich in der sündigen Welt so richtig austobte, um nach 3 Jahren demütig und voller Schuldgefühle zu Gott zurückzukehren, fand ich auch in der Welt keine Liebe, es war oft grausam, Suff bis zur Ekstase.

Ich muss sagen, ich habe auch damals schon oft das Eingreifen Gottes erlebt.

„Nicht Ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s Euch gebe!“ – Joh. 15, 16

Ich steckte voller Minderwertigkeitskomplexe

Wie gesagt, ich kehrte aus der sündigen Welt reumütig zurück, wo ich so gut wie kaum eine Sünde ausgelassen hatte. Ich war wirklich glücklich, dass Gott mir vergeben hatte und ich mich nun wieder für ihn abstrampeln durfte. Ich lernte meine spätere Frau kennen, die Tochter des Gemeindevorstehers. Nach sorgfältiger Sündenbereinigung, 12-monatiger Probezeit und dem O.K. von kirchlich übergeordneter Stelle, heirateten wir. Ich war froh, eine mitbekommen zu haben, ich steckte voller Minderwertigkeitskomplexe und doch war ich bei Ihr der König!

Heute, wo ich Erfahrungen mit dem Reden Gottes gemacht habe und machen darf, weiß ich was ich damals nicht wahrhaben wollte, dass der Herr mich vor diesem Schritt zurückhalten wollte. Zwei Kinder sind aus dieser Verbindung hervorgegangen. Zehn Jahre, die letzten zwei Jahre getrennt gelebt, hielt dieses Bündnis. Ich will hier nicht alle Hintergründe der Ehe aufführen, allein schon aus Respekt vor meiner Ex-Frau, den ich heute wieder haben darf, ja genau genommen erstmals richtig habe.

Ich fing auch an mit Gott zu hadern

Obwohl nach außen alles in Ordnung zu sein schien, verschlimmerte sich mein Alkohol Konsum immer mehr. Selbst ich sah es jetzt ein, so konnte es nicht mehr weitergehen. Es machte auch schon lange keine Freude mehr, immer diese Sucht. Ja, ich fing immer mehr an, die Welt und mich zu hassen. Etliche Krankenhausaufenthalte, viele, viele Versuche vom Stoff wegzukommen scheiterten. Ich schaffte es nicht, trotz meines Gottes. Ich fing auch an mit Gott zu hadern, aber nur im Suff, sonst traute ich mich nicht. Fast 8 Jahre wartete ich auf ein Wunder. Ich will mich hier nicht wiederholen und ich denke, bis jetzt genügend auf diese furchtbare Zeit eingegangen zu sein.

Bevor ich endlich die Werke des Herrn preisen darf, muss ich aber noch erwähnen, wie der Bruch mit meiner Kirche kam. Nicht etwa durch die Bekehrung, nein, ca. ein Jahr vorher habe ich mir selbst verboten zur Kirche zu gehen. Ich fing langsam an wach zu werden. Ich merkte, dass das Rennen zur Kirche, das Machen und Tun und, und, und, mir nicht half mein Leben auszufüllen, denn das Trinken war ein ständiges Weglaufen vor dem Leben, es war Selbstmord auf Raten. Für richtigen Selbstmord war ich viel zu feige, Gott sei Dank. Die Sucht nach Alkohol war tatsächlich ein Ausdruck der Suche. Ja wonach?

Ich suchte nach Liebe

Ich suchte immer noch, wie schon als Kind, die Erfüllung, also die Liebe. Liebe, die kein Mensch zu geben in der Lage sein kann! Darum hatte ich immer Schwierigkeiten mit anderen Menschen, mit den Eltern und mit dem anderen Geschlecht. Nie konnte eine oder einer meinen Erwartungen gerecht werden. Deshalb habe ich bestimmt auch vielen Menschen unrecht getan, wenn sie meine Erwartungen nicht erfüllen konnten.

Ich möchte hier und jetzt die Gelegenheit wahrnehmen und mich für mein Verhalten gegenüber meiner Mutter entschuldigen. Sie gab bestimmt alles, wie sie es konnte, wie sie es selbst empfangen hatte!

Der Apostel genehmigt die Scheidung

Auch in diesem Jahr ließ ich nicht nach im Gebet und schrie zu Gott, mir einen Weg aus all dieser Misere zu zeigen. Ich traute mich nun immer mehr, mich mal ehrlich mit meinem Vater (Gott) auszusprechen. Wie kann es sein, dass in der Bibel steht: „Was Gott zusammenfügt, soll der Mensch nicht scheiden“ – Matt. 19, 6.

und der Apostel genehmigt die Scheidung?

Ich empfinde es als ungerecht, dass nur die Neuapostolischen gerettet werden sollen, ich habe so viele andere liebe Menschen gesehen, die es auch wert sind, gerettet zu werden: „Vater, irgendetwas stimmt doch hier nicht. Wer? Wie? Wo ist der Weg?“ Ja, dann war da der letzte Rückfall. Wieder ging ich ins Krankenhaus, doch kaum war ich da, da ergriff mich eine bis dahin unbekannte Wut über mich und ich ging wieder nach Hause, mit dem festen Vorsatz, es jetzt mal allein ohne ärztliche Hilfe zu schaffen. Ich schrie zu Gott: „Hilf du mir“!

Monika war für mich da

Ja, dann schellte es. Monika, eine Freundin aus der Selbsthilfegruppe und überzeugte Christin, besuchte mich. Sie hatte von meinem Rückfall gehört. Schlecht wie es mir ging, war ich froh, dass jemand da war. Ich hatte an diesem Tag auch nicht die Energie, ihre Traktate und andere Literatur abzulehnen, in denen es um den lebendigen Glauben an Jesus Christus ging, wie ich es oft während der Gruppen tat. Sie versuchte nicht nur mir schon jahrelang von Jesus zu erzählen, sie bot uns auch an und auch mir, öfter samstags abends in das Jesus Haus nach Düsseldorf zu fahren. Da würde fröhlich der Herr gepriesen und Evangelisten aus aller Welt verkündigen Gottes Wort; Ja, legen Hände auf, um Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben! Jesus Haus? Traktate? Dämonen? Kranke heilen? Also nein, unverschämt lästerlich! Schlimme Sektiererei, dachte ich und bis dato war ich richtig zornig, wenn Monika liebevoll von Jesus sprach.

Der erste Kontakt mit Jesus

Wie gesagt, bis dato! Sie hatte mich auch länger nicht mehr angesprochen, da ich immer mit Händen und Füßen abgewehrt hatte. Doch jetzt war ich so am Ende. Mit der Kirche hatte ich schweren Herzens gebrochen. Dass ich ich Besuch von Monika bekam, darüber war ich sehr froh. Sie erzählte mir, wie Jesus sie befreit hatte und dass er auch mir dieses Heil anbieten wolle!

Ich blieb skeptisch, überstand aber so den Entzug und hatte auch viel Zeit zum Lesen. Monika brachte mir einiges an christliche Literatur. Das Erste war ein 24 Stunden Buch von den ‚AA‘ Bill und Bob, die Gründer dieser Gemeinschaft aus den USA waren Christen! Ich blieb skeptisch. Ich war aber angetan von Gottes Wort und den Gebeten, die dort zu jedem Tag standen. Es war für mich verpönt, ja eine Ungeheuerlichkeit vor Gott, mit einem vorgefertigten Gebet zu kommen.

Das Jesus Haus in Düsseldorf

Doch erstaunlicherweise traf das Wort Gottes und die Gebete immer meine momentane Situation, ja genau meine Stimmungen, Probleme und Gefühle. Halleluja, der Herr fing an, mit mir durch sein Heiliges Wort zu reden. Genau so, wie ich es seit dem Zeitpunkt, preis den Herrn, bis heute kenne! Doch hatte ich Gottes Wort noch lange nicht in seiner Wahrheit, Größe, Kraft und Ausrichtung erkannt. Jedenfalls ließ ich mich überreden, doch mal mit nach Düsseldorf ins Jesus Haus zu fahren. Oh, ich kann es nicht beschreiben, welch ein Kampf in mir vorging. Ich kam mir vor wie ein Verräter vor Gott. „Herr vergib mir, Herr vergib mir“, war so in etwa mein inneres Seufzen. Nur einmal, für Monika. Was geht denn hier ab? Ein ehemaliges Kino. Oh, weh, wo bin ich da hingeraten. Hinten rechts über der Bühne stand in großen Lettern der Name ‚Jesus‘.

Menschen beten mit erhobenen Händen

Welch ein Trara um diesen Jesus, dachte ich. Daneben ein großes Leinentuch mit aufgenähter Szenerie. Menschen beten mit erhobenen Händen ein Lamm an und einer hält diesem Lamm eine Krone entgegen. Also! Geschmacklos, fand ich. Daneben stand ja tatsächlich ein Schlagzeug. Etliche Mikrofone, also doch eine Sekte und heidnische Bräuche. Nochmals bat ich Gott um Vergebung. Nur das eine Mal, für Monika! Nun fing die Versammlung, wie sie es nannten, an. Ein Bassist, ein Gitarrist und einige Sängerinnen und ein Sänger gesellten sich auf die Bühne und stimmten Lieder an, die man auf der Wand ablesen und mitsingen durfte.

Na ja, mir war schon komisch, kannte ich doch nur traditionelle Kirchenlieder zur Orgel. Die Texte, die fand ich relativ gut, die Melodien auch, so für zu Hause, aber vor Gott? Trotz alledem tat dieser fröhliche Krach mein Herz schon ein wenig auf. Das dritte Lied traute ich mich schon versuchsweise mitzusingen. Doch klatschen und Hände heben gehörte sich doch wirklich nicht vor Gott.

Die freie vom Heiligen Geist gewirkte Predigt sollte es doch nur bei uns in der NAK geben

Seltsamerweise hatte ich selbst erst vor drei Jahren angefangen ein wenig Gitarre zu spielen, sodass mich die Musik auch deshalb sehr interessierte. Ja, ich sang schon mit. Etwa eine halbe Stunde war der Lobpreis. So nannten die Ihre Kirchenlieder. In der Mitte der Bühne stand zu meinem Erstaunen ein richtig schöner traditioneller großer Altar. Aha, wie bei uns. Wenigstens das war mir vertraut.

Die sich anschließende Predigt gefiel mir ausgesprochen gut. Klaus-Dieter Passon, der Pastor der örtlichen Pfingst-Gemeinde, legte ein Wort Gottes aus und predigte recht gut ca. 45 Minuten. Ja, ich fühlte mich angesprochen und wurde ermutigt durch die Predigt. Er hatte wohl keinen schwarzen Anzug an. Na ja, und in Jeans Gottes Wort verkündigen, war mir auch neu. Doch ansonsten lief bei ihm alles recht ruhig ab. Erstaunlicherweise hatte er gar nicht viel abgelesen. Mein Bild von anderen Predigern war immer, dass sie nur vorgefertigte Sachen vorlesen. Die freie vom Heiligen Geist gewirkte Predigt sollte es nur bei uns in der NAK noch geben. Auch ein Zeichen der Auserwählten.

Wie soll ich es beschreiben, welche Gefühlswallungen da in mir vorgingen

Schon um des Lobpreises willen ging ich auch am nächsten Samstag wieder mit. Da ist auch was Besonderes, sagte Monika. Ein Evangelist aus Hamburg. Wolfgang Wegert heißt der. Na, war das voll. Wir waren schon früh da und hatten gute Plätze. Als es anfing, war alles überfüllt. Die saßen auf den Gängen und im Treppenhaus. Ja, ich war noch arg verkrampft und leichte Panik überfiel mich bei dieser Menge Menschen und ich mittendrin.

Nach dem Lobpreis, wie soll ich es beschreiben, welche Gefühlswallungen da in mir vorgingen, als er, Bruder Wolfgang Wegert, Halleluja rufend auf die Bühne kam oder eher stürmte, sich die Jacke auszog, den Schlips öffnete, das Mikro vom Altar nahm und uns fröhlich zujubelte und immer wieder „Preis den Herrn“ rief, das war eindeutig zu viel für mich. Also doch Heidentum hoch 3. Das kam mir einer Gotteslästerung gleich, wo war nur hier die Würde vor meinem Gott. Wenn die Versammlung nicht so voll gewesen wäre, ich wäre rausgerannt, so sehr schämte ich mich vor meinem Gott.

Die erste erweckte Predigt

So musste ich mir die erste, so ganz anders vorgetragene, erweckte Predigt anhören. Nichts gegen K.-D. Passons, der mir meine wirklich erste erweckte Predigt hielt, aber es war für mich der Hammer. Wolfgang Wegert erzählte erst längere Zeit von seinen „Russlandfeldzügen“ mit und für Jesus und hielt dann die Predigt. Ich weiß nicht mehr worum es ging, nur glaube ich sagen zu dürfen, er hat das dicke Eis meiner Vorurteile und Traditionen, na sagen wir, rissig gemacht und Luftlöcher für den Heiligen Geist geschaffen.

Ja, ich bin ganz sicher, an diesem Abend fand der Heilige Geist Einlass in mein Herz. Mir war es noch nie so bewusst, doch alle diese Zeilen schreibe ich unter Gebet und Führung des. Heiligen Geistes und mein Freund, Helfer, Trost und Leiter bestätigt mir es gerade. So war es! Ich schreibe hier keinen Roman, sondern ein lebendiges Zeugnis, zur Ehre des einzigen, wahren und lebendigen Gottes Jesus Christus!

„Preis den Herrn! Halleluja!“

Das Eis war gebrochen

Ja, das Eis war gebrochen und der Herr fand Zugang. Monika staunte nicht schlecht, als ich schon bei der dritten Veranstaltung die Hände zu Gott emporhob, mit jubelte und kräftig in die Hände klatschte. Klar waren da noch einige Zwänge, Hemmungen, Fragen über Fragen, alte Traditionen und vor allem das falsche Vaterbild Gottes. Ich freute mich schon auf jeden Samstag, um ins Jesus Haus zu kommen.

Da war viel los. Evangelisten, Prediger und Missionare aus aller Welt. Gott fing an, meinen Horizont zu erweitern. Ich war arbeitslos und hatte viel Zeit und Lust, christliche Literatur zu lesen und natürlich das Neue Testament, das Monika mir schenkte. Überhaupt, sie deckte mich überaus reichlich mit Literatur ein und bald schon merkte ich, dass der Herr sie dazu gebrauchte, mir immer gerade das zu lesen zu geben, was ich gerade brauchte. Das war schon manchmal richtig unheimlich. Überhaupt, was ich über Jesus aus all der Literatur erfahren habe und die vielen Erlebnisse und Berichte mit dem Herrn haben mich letztlich für Gottes Gnade zugänglich gemacht.

Wie ein Himmelfahrtskommando

Nie hätte es damals ein Mensch von Angesicht zu Angesicht geschafft, mich von der Richtigkeit des Weges mit Jesus Christus zu überzeugen. Da Monika Nachtschwester war, konnte Sie längst nicht jeden Samstag mit nach Düsseldorf kommen. Sie ermutigte mich aber, immer wieder allein mir der K-Bahn zu fahren. Zu dieser Zeit kam mir das immer wieder einem Himmelfahrtskommando gleich. Wer das nicht kennt, wird mich kaum verstehen können, aber die Angst gerade in Bussen und Bahnen war fürchterlich. Direkte Todesangst musste ich immer überstehen. Doch irgendetwas, ja eine kleine Hoffnung, dass Jesus auch mir noch helfen könnte, gab mir oft die Kraft diese Tortur durchzustehen. Angst verfolgte mich auf Schritt und Tritt. Mittlerweile schon ca. 8 Jahre, sich steigernd. Es ist mir manchmal ein Rätsel, wie ein Mensch so etwas aushalten kann und das ich immer wieder Kraft fand, weiter zu hoffen.

Ein 50er-Jahre Buch zeigte mir die Wahrheit, Größe und praktische Anwendbarkeit des Wortes Gottes.

Ja, bis zu jenem Abend im November 1992, als ich mich von ganzem Herzen zu meinem Herrn und Heiland Jesus Christus bekehrte, waren ca. drei Monate vergangen seit dem ersten Besuch und Kontakt mit Jesus im Jesus Haus. Mir ging es gar nicht gut, war aber viel im Gebet mit unserem Gott verbunden. Die Literatur, die Monika mir brachte, tat tatsächlich ein weiteres. Ich las schon einige Tage in einem Buch über christliche Psychologie. Ich weiß den Titel nicht mehr, ein älteres Buch aus den 50er-Jahren! Das Lesen fiel mir sehr schwer. Ich konnte mich kaum konzentrieren. Dieses Buch (also der Schreiber) zeigte mir die Wahrheit, Größe und praktische Anwendbarkeit des Wortes Gottes.

Psychologie kannte ich ja, habe ja selbst zwei Langzeittherapien hinter mir. Doch der Weg der Psychologie dieser Welt brachte mir nie abschließende Hilfe. Schon mal kurze Hoffnungsschimmer oder Verdrängen. Mein wahres Ich finden, mich selbst verwirklichen. Also ich fand bei mir nichts außer Müll und der war schon viel zu sehr verwirklicht und sichtbar in meinem Leben. Doch hier zeigte mir der Schreiber des Buches einen Weg, Ja, den Weg! Den einzigen Weg möchte ich voller Überzeugung und Gewissheit hinzufügen. Jesus Christus durch das Wort Gottes!

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ – Joh. 14, 6

Da war dann Jesus Christus am Kreuz von Golgatha!

Ich war schon einige Tage in tiefer Buße vor dem Herrn, was mir wohl erst später so bewusst wurde. Ja, ich sah es ein, ich lag so ziemlich auf der ganzen Linie meines Lebens falsch. Ich erkannte die Wahrheit über mich im Spiegel des Wortes Gottes. Ja, und da war dann Jesus Christus am Kreuz von Golgatha! Wo ich endlich alles, was der Heilige Geist mich erkennen ließ, ablegte. Ich heulte mir in diesen Tagen fast die Seele aus dem Leib. Aber ich empfand Befreiung. Befreiung von den Dingen und Fehlverhalten meines Charakters, meiner Psyche und meiner Gefühle, nach und nach. Ich lernte, ja erlebte, die Wirksamkeit des Wortes Gosttes.

„Und Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird Euch frei machen.“ – Joh. 8, 32

Ich lernte abzugeben ans Kreuz und erlebte herrliche Stunden, Glücksgefühle der Befreiung; Halleluja! Es tat vorher aber auch ganz schön weh, wenn der Heilige Geist mir wieder was zeigte, mich erstens einsichtig machte, zweitens erkennen ließ und drittens Bekennermut gab.

Ich übergab Jesus mein Leben

Es war eine harte aber schöne Zeit, in der ich mich ohne Aufforderung an mein Bett kniete und mit einem vorgefassten Gebet aus einem Traktat, mein Leben Jesus Christus gegeben hatte. Unter Tränen und ganzer Hingabe stand ich nicht mehr als derselbe von meinen Knien auf! Kaum stand ich, als eine Liebe aber bestimmte Stimme: „Rainer“ laut, gut hörbar rief. Seltsamerweise war ich darüber gar nicht verwundert oder erschrocken, ich machte mir auch gar keine Gedanken mehr darüber, denn ich war so voller Freude, dass ich jetzt Jesus gehörte. Seit dieser Stunde hatte ich nie wieder Todes Angst. Gut, mit den Gefühlen das dauerte noch eine ganze Zeit, aber nichts desgleichen hielt mich jetzt noch auf, ein erfülltes Leben mit Jesus zu beginnen. Preis den Herrn!

Ja, ich lebte und konnte endlich mal richtig durchatmen. Es war unbeschreiblich. In diesen Tagen habe ich mich nicht nur in Jesus verliebt, nein, ich lernte auch das Wort Gottes in seiner ganzen Fülle, Wahrheit, Kraft und Wegweisung kennen und lieben. Halleluja, heute bin ich süchtig nach Gottes Wort.

Preis den Herrn!

Einige Tage später kam ich beim Lesen der Bibel zu 1. Samuel 3 Vers 4-10, als Gott den Samuel rief und es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Der Herr hatte mich nach meiner Bekehrung gerufen. Halleluja, mir ist es wie einst Samuel ergangen, aber Samuel hatte den Herrn noch nicht erkannt, und des Herrn Wort war ihm noch nicht offenbart.

„Nun konnte ich aber mit Überzeugung und herzlicher Sehnsucht aussprechen. Rede, denn dein Knecht hört.“ – 1. Sam. 3, 7

Ich habe meine Bekehrung öffentlich festgemacht

Einige Zeit nach meiner „stillen“ Bekehrung habe ich dann diesen Schritt noch mal öffentlich vor Zeugen und einem Bruder wiederholt oder besser gesagt fest gemacht. Ich weiß, ich weiß, man kann diesen Schritt der Bekehrung nur einmal machen, aber es hat mir nichts geschadet. Im Gegenteil, der Bruder betete auch mit mir um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und zum Abschluss sagte er mir noch, dass der Herr mir einen Wunsch erfüllen möchte und ich diesen jetzt äußern sollte. Spontan rief ich aus, ich will ein reines Herz! Das war für mich im Nachhinein umso erstaunlicher, als dass ich schon länger hoffte, der Herr würde mir meine, mich seit Jahren plagenden Kopfschmerzen, nehmen. Und hier war ja eine gute Gelegenheit gewesen.

Doch heute bin ich froh, dass der Geist Gottes mich so getrieben hatte, denn, wann der Herr ein Leiden wegnimmt bestimmt er ganz allein, solange es zur Ausreife dienlich ist. Ja, ich weiß, hinterher ist das immer einfach zu sagen und zu bekennen, doch ich habe es wirklich lernen dürfen, dass so manches Leid nicht gleich weggenommen wird, da es noch dem ausreifen dienen soll. Preis den Herrn, der nie einen Fehler macht.

Ich fühlte es förmlich, wie es der Heilige Geist das Wort in mein Herz brannte.

Nun, das Leben mit Jesus machte und macht wirklich Freude. Ja, ich gehe so weit zu sagen, es fing erst an! Ich verschlang förmlich christliche Literatur und forschte in der Bibel und bekam mein erstes Rhema Wort (Ein Wort Gottes ganz persönlich gegeben). Nie hatte ich vorher gehört, dass es so etwas geben würde, ich las in meiner neuen Bibel, die mir Monika schenkte, ganz persönlich für mein Leben und mich.

„Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an Ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Amen!“ – Spr. 3, 5-6

Ich fühlte es förmlich, wie es der Heilige Geist in mein Herz brannte. Vielfach ist mir dieses Wort Gottes schon Schild und Hoffnung geworden. Doch trotz all der guten Erfahrungen hatte der Herr viel Mühe mit mir, allzu schnell glitt ich wieder in Gesetzlichkeit ab, wollte durch Machen und Tun und mancherlei Verhaltensweisen Gott auf meine Seite bringen (Erpressen). Oh weh, es waren keine großen Sachen. Es waren halt wieder falsche Sichtweisen, ein Stück Selbsterlösungs-Mentalität. Ja, große Worte ich weiß, die stammen ja nicht von mir, sondern waren oft das Reden des Heiligen Geistes in vielen Predigten. Ein Jahr hat es in etwa gedauert, bis es mir so richtig aufging.

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ – Gal. 5, 1

Halleluja, trotz meiner oft noch falschen Einstellungen, erlebte ich eine totale, ja 180 % Veränderung in meinem Leben. Dies scheint sich zu widersprechen, war aber so!

Suche nach einer bibeltreuen Gemeinde

Auf der Suche nach einer Gemeinde (bibeltreu u. geführt durch den Heiligen Geist), besuchten wir viele Gemeinden im weiteren Umkreis, da es keine charismatisch pfingstliche in Krefeld zu geben schien. Ich war ca. zwei Monate bekehrt, als ich in einer erweckten Baptisten-Gemeinde in Essen-Altenessen Kassetten mit Predigten ihres ehemaligen Pastors (Robert Nowak) in die Hände bekam und kaufte, auch wieder angeleitet von Monika. Preis den Herrn, wie der Herr wunderbar seine Kinder zum Segen gebraucht! Ebendieser Robert Nowak ist mir dann zu meinem geistlichen Vater geworden, ob wohl wir uns nie gesehen hatten. Ich war und bin fasziniert wie Gott durch den Heiligen Geist gewirkt diesen Mann zum Segen werden ließ.

Viel durfte ich durch seine lehrreichen Predigten lernen. Einer der ersten Predigten hatte den Titel „Wag es mit Jesus“. Ich habe es ergriffen und gewagt und nur gewonnen. Ja, ich musste anfangs und auch heute noch oft und viel wagen, doch das stärkte mein Vertrauen zum Herrn und ließ mich viel erleben, denn da, wo ich es mit Jesus gewagt habe, da hat er mich nie enttäuscht.

Seit diesen Tagen sammele ich Predigten gewirkt durch den Heiligen Geist, da habe ich immer frisches Brot und Gottesdienst zu Hause und kann meinen großen Hunger nach Gottes Wort stillen!

Steffano zeigte mir erstmals das wahre Vaterbild Gottes

Auf keinen Fall will ich hier vergessen Steffano vom CCR Wesel dankbar zu erwähnen. Unser Kennenlernen war ein Erlebnis für sich. Wir lernten uns eine Woche nach meiner Bekehrung vor dem Jesus Haus kennen. Ein paar Tage später besuchte dieser liebe Freund und Bruder mich und zeigte mir erstmals in meinem Leben das wahre Vaterbild Gottes. Ja, so wie er sich selbst in seinem Wort vorstellt. Oh, wow, ich war total begeistert, so hatte ich meinen Gott nie gesehen oder gekannt, er springt mit mir über Mauern, hey, er ist fröhlich mit Jauchzen über mich (Zef. 3, 17).

Ja, so kam Gott mir näher und ich erlebte wie meine Liebe zu Gott wuchs und realer wurde. Seit diesem Abend ist mein Gebet oft, Vater ich will, dass du dich mehr und öfter über mich freuen kannst, allzu lange gab ich dir keinen Grund dafür. Oh ja, so einen Vater muss man lieben, Halleluja. Ja, da ist noch Jürgen, mein bis heute vertrautester Freund. Ihn kenne ich auch von den ‚AA‘. Ich konnte oft nicht verstehen, wenn er freimütig von seinem Jesus und das damit gewonnene neue Leben, im Meeting proklamierte, um dann allzu oft wieder harsche Kritik und Ablehnung einzustecken.

Ich fand eine Gemeinde uns ließ mich taufen

Ja, als Monika ihm erzählte, dass ich mich bekehrt hatte, stand da ein Mann von ca. 43 Jahren inmitten vieler ungläubiger Menschen und ließ seinen Tränen freien Lauf, vor Freude, dass ich mich zu Jesus bekehrt hatte. Das war der Beginn einer Freundschaft, die, so hoffe und glaube ich, auch ewig hält!

In diesen Tagen fand ich auch nun endlich meine lokale Gemeinde. Bald meldete ich mich zur Taufe an und freute mich, dass ich mein Zuhause gefunden hatte, was der Herr mir schnell klarmachte. Am 06.06.1993 war der große Tag gekommen, von dem ich so viel erwartete. Ich durfte mit meinem Heiland begraben werden und auferstehen. Oh ja, ich habe viele Erwartungen in diesen Schritt des Gehorsams gesetzt und es war auch eines der schönsten Erlebnisse in meinem Leben!

„So sind wir nun mit Ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf das, gleich wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.“ – Röm. 6, 4

Ein Freudenfest mit einem süßen Geheimnis

Dieses Freudenfest erlebten auch noch Monika, Norbert, Martina, und Claudia mit mir. Ja, ein Freudenfest mit einem süßen Geheimnis zwischen Jesus und mir. Als ein wunderbares Geschenk des Vaters bekam ich den Schild des Glaubens in meine Hand!

„Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit dem Ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen“ – Eph. 6, 16

Ja, preis den Herrn, ein edles und nützliches Geschenk, das ich schon viele Male einsetzen durfte. Ja, ich lernte Jesus wirklich real kennen.

Karlsruhe, 19.08.1994

Über Reaktionen würde ich mich freuen. Ich bin auch bereit überall persönlich Zeugnis zu geben!

Weitergabe, Kopieren, Vervielfältigung und unters Volk bringen erwünscht!

Der Herr mit uns!

Rainer Mietzelfeld & Holy Spirit, first published 1998, updated: 28.04.2003

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