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Neuapostolische Kirche Kritik: Sündenvergebung in der Neuapostolischen Kirche. Die NAK geht einen Sonderweg!

Neuapostolische Kirche Kritik
Sündenvergebung

Einleitung

Die Neuapostolische Kirche beschreitet in Bezug auf das Thema Sündenvergebung einen Sonderweg und provoziert damit bei Mitgliedern anderer Glaubensrichtungen Kritik. Wir wollen analysieren, ob die neuapostolische Lehre über Sündenvergebung und Versöhnung aus biblischer Sicht korrekt ist.

Die Neuapostolische Kirche lehrt durch ihre Apostel und den Stammapostel, dass eine Vergebung der Sünden ausschließlich durch die Freisprache eines Apostels oder eines von ihm beauftragten priesterlichen Amtes erlangt werden kann.

Im Buch „Fragen und Antworten“ 1) der Neuapostolischen Kirche heißt es in der Frage 110: „Durch eine bußfertige Gesinnung und einen lebendigen Glauben an die durch die Apostel Jesu angebotene Gnade in dem Wort der Vergebung und in den Gnadentaten der Sakramente können die Menschen Erlösung von den Sünden und Versöhnung mit Gott finden.“

Im Katechismus der NAK wird dies heute so formuliert: „Die Vollmacht, im Namen Jesu die Vergebung der Sünden zu verkündigen, liegt im Amt der Versöhnung, im Apostelamt (Joh 20,23). Die priesterlichen Amtsträger verkündigen im Auftrag des Apostels die Freisprache im Namen Jesu. Dies hat die gleiche Wirkung, wie wenn es der Apostel tut.“ 1a) Anscheinend ist nicht mehr die Rede davon, dass der Apostel selbst die Sünden vergibt, das hat man anscheinend in den vergangenen Jahren erkannt, jedoch bindet man die Freisprache an das neuapostolische Apostelamt. Eine Sündenvergebung außerhalb der NAK scheint demnach nicht möglich zu sein.

Neuapostolische Argumentation

Die Neuapostolische Kirche stützt sich u.a. auf die Verse 21–23 in Johannes 20: „Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie <ihm> behalten.“ – Joh. 20, 21–23

Und auf die Verse 18–20 im 5. Kapitel des 2. Briefes des Paulus an die Korinther: „Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, <nämlich>, dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.“ – Kor. 5, 18–20

Neuapostolischer Absolutheitsanspruch

Die Neuapostolische Kirche leitet aus diesen beiden Bibelstellen einen Absolutheitsanspruch ab: Nur durch Apostel kann die Vergebung der Sünden erlangt werden. Die Apostel tragen das Amt, welches die Menschen mit Gott versöhnt, das Amt der Versöhnung. Da es laut neuapostolischer Lehre nur in der Neuapostolischen Kirche echte Apostel gibt, sind auch nur in dieser Kirche die Vergebung der Sünden und die Versöhnung mit Gott möglich. Alle anderen Menschen müssen, wenn sie nicht an die ‚neuen‘ Apostel glauben und aus ihrem Munde die Freisprache der Sünden hinnehmen, in ihren Sünden sterben.

Amt oder Dienst der Versöhnung?

Gehen wir zunächst etwas näher auf den Vers 18 in Kapitel 5 des 2. Korintherbriefes ein. Nur Luther übersetzt hier das Wort 2) = diakonian mit ‚Amt‘. Die meisten anderen Bibelübersetzer verwenden hier das Wort ‚Dienst‘. Als Übersetzung für ‚diakonian‘ können die Begriffe Dienst, Hilfeleistung oder Unterstützung verwendet werden 3). Da die Lutherbibel von 1912/1984 die bevorzugte Bibelfassung der Neuapostolischen Kirche ist, passt der Begriff ‚Amt‘ natürlich perfekt zur exklusiven Lehre dieser Kirche.

Hier kann aber nicht gemeint sein, dass Gott eine Personengruppe, deren Zugehörige das Amt eines Apostels tragen, damit beauftragt hat, die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen zu schaffen. Warum dies nicht so sein kann, wird schnell klar, wenn wir uns den ersten Teil des 18. Verses genau ansehen. Hier steht: „der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus“. Hier wird zweifelsfrei erkennbar, dass Gott uns mit sich versöhnt hat. Wer versöhnt ist, braucht nicht mehr versöhnt zu werden! Gott hat uns, die wir an Jesus Christus glauben, durch Jesus Christus versöhnt!

Was ist mit Dienst der Versöhnung gemeint?

Worin besteht dann der ‚Dienst der Versöhnung‘? Das sagt uns der Herr in 2. Kor. 5, 19. Vers: „<nämlich>, dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte“. Dass Gott in Christus auf dieser Welt war und uns mit sich versöhnte, können wir als Dienst der Versöhnung auffassen. Jesus Christus ist für uns in den Tod gegangen, hat alle Schuld der Welt auf sich geladen und hat für uns bezahlt, damit wir, erkauft durch sein Blut, einst gerechtfertigt vor Gott stehen können.

Den Dienst der Versöhnung kann man auch als die Verkündigung dieses Evangeliums verstehen. Menschen mit diesem Evangelium bekannt zu machen, damit auch sie die Vergebung ihrer Sünden durch den Glauben an Jesus Christus erfahren und versöhnt mit Gott sind, ist auch ein Dienst der Versöhnung. Dieser Dienst ist nicht auf das Apostelamt beschränkt. Jeder gläubige Christ ist aufgefordert, dieses Evangelium zu verkünden. Man darf annehmen, dass Paulus, wenn er von ‚uns‘ spricht, nicht nur die Apostel meint, sondern auch die anderen Jünger und Diener, welche die Gemeinden pflegen und das Gottes in die Welt tragen.

Versöhnung durch Jesus

Eine Versöhnung mit Gott durch Menschen (Apostel) ist hier (2.Kor. 5,18f) nicht gemeint, sie käme einer Mittlertätigkeit gleich. Leider spricht die Neuapostolische Kirche im Zusammenhang mit ihrem ‚neuen‘ Apostelamt regelmäßig von einem Mittleramt. Die Versöhnung mit Gott ist der wesentliche Akt, der Menschen errettet. Das ist jedoch nur unserem Herrn vorbehalten: „Denn {einer} ist Gott, und {einer} ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus“ (1. Tim. 2,5)

Sündenvergebung nur durch Freisprache?

„Nur durch die Freisprache oder den Zuspruch eines Apostels kann der Mensch von seinen Sünden frei werden“, so behauptet es die Neuapostolische Kirche. Man bezieht sich hierbei im Kern auf Joh. 20, 23. Diese Bibelstelle wird regelmäßig falsch zitiert: „… wem ihr die Sünden vergebt…“ Aus diesem falschen Zitat kann man gut ableiten, dass nur wem die Apostel Vergebung zusprechen, die Sünden vergeben sind. Tatsächlich steht aber geschrieben: „ … wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie <ihm> behalten“ – Joh. 20, 23

In der Luther-Übersetzung steht an dieser Stelle ‚welchen‘, was sehr stark an ‚wem‘ erinnert. Durch das Wort ‚wenn‘ bekommt diese Stelle eher die Bedeutung einer Möglichkeit, anstatt einer Ausschließlichkeit.

Verschiedene Auslegungen

Es gibt viele Auslegungen zu dieser schwierigen Stelle, auf die ich nicht in der Tiefe eingehen möchte. Ich möchte sie hier nur kurz nennen:

Erstens: Hier ist eine zwischenmenschliche Vergebung gemeint, in dem Sinn, dass einer dem anderen vergeben kann, diese Sünden aber vor Gott dadurch nicht vergeben sind.

Zweitens: Jesus hat seinen Aposteln die Macht gegeben, Sünden zu vergeben und zu behalten.

Drittens: Die verheißene Macht und gegebene Autorität stehen im Kontext der Predigt des Evangeliums, die verkündigt, zu welchen Bedingungen Sünden vergeben werden, und, wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden, dass dann die Sünde behalten wird. 4)

Viertens: Jesus spricht zu den Jüngern als Gruppe (die Verben stehen im Plural). Obwohl der Mensch keine Macht hat, Sünden zu vergeben, kann er doch aufgrund dessen, was Gott in Christus getan hat, die Vergebung zusprechen. Er kann dies, sofern der Geist in ihm wirkt und ihn zum Boten Jesu Christi macht. Da Vers 23 dem Hinweis auf die Gabe des Geistes folgt, und die Worte nicht auf Apostel beschränkt sind, ist die hier gegebene Vollmacht eine allgemeine und nicht auf Christen in bestimmten Ämtern beschränkt. (vgl. auch Mt. 16,18–19)

Der Stammapostel glaubte er sei Jesus und könnte Sünden vergeben!

Fast unglaublich, aber leider doch wahr. Die Verehrung des Stammapostels hat im 20. Jahrhundert in der Neuapostolischen Kirche so manche Extreme hervorgebracht. Stammapostel Friedrich (Fritz) Krebs glaubte und lehrte, er sei der Jesus im Fleisch und könne Sünden vergeben. Lesen Sie dazu in unserem Artikel „Das Stammapostelamt“ im Kapitel Verherrlichung mehr über diese extremen unbiblischen Lehren und Praktiken!

Man kann sich berechtigterweise die Frage stellen, wie so etwas möglich sein kann, in einer Kirche, die doch von sich behauptet, dass in ihr durch das Apostelamt der Heilige Geist wirkt.

Nur Gott kann Sünden vergeben!

Die Lesart, dass Menschen in dem Sinne die Macht bekommen haben, Sünden zu vergeben, sodass durch ihr Wort die Schuld vor Gott getilgt sein soll, muss man verwerfen. Die biblische Lehre widerspricht dem. Nur Gott kann Sünden vergeben! Das lehrt die Schrift unmissverständlich: „Was redet dieser so? Er lästert. Wer kann Sünden vergeben außer einem, Gott?“ – Mk. 2,7

„Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ –Eph. 4,32

Weitere Textstellen, die diese Tatsache belegen, sind z. B.: 1. Joh. 1,9; Dan. 9,9.

Nur der Herr selbst kann uns von unserer Schuld befreien. Kein Mensch kann sich aufgrund dieser klaren biblischen Aussagen anmaßen, Sünden im göttlichen Sinne vergeben oder zusprechen zu wollen. Dies liegt allein im Hoheitsbereich unseres Herren. Wie kommen wir dann unter die Vergebung der Sünden? Durch den Glauben an Jesus Christus.

Sündenvergebung durch den Glauben an Jesus Christus!

Durch den Glauben an Jesus Christus sind dem Menschen die Sünden vergeben. Er hat für die Menschen die Folge der Sünde auf sich genommen. Er hat stellvertretend für uns gelitten, er hat unsere Seelen durch sein Blut erkauft. Jesus hat den Tod auf sich genommen, weil wir sündigen. Hätte Jesus dies nicht für uns getan, hätten wir keine Chance auf Errettung vor dem ewigen Tod, der Sünde Lohn. Wer seine Sünden bekennt, Buße tut und dieses Evangelium glaubt, dem sind die Sünden vergeben: „Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen“ – Apg. 10,43 „Daher sagte ich euch, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben“ – Joh. 8,24

Weitere Schriftbelege: Jak. 5,15; Röm. 3,25; Apg. 13,38–39; Apg. 26,18

Wer dem Herrn nachfolgt und an ihn glaubt, der ist freigemacht und kann durch Jesus Christus zu Gott dem Vater kommen. So sagte auch Jesus Christus selbst: „Niemand kommt zum Vater als durch mich“ – Joh. 14,6

Nehmen wir einmal an, den Jüngern wurde von Jesus tatsächlich die Macht, im göttlichen Sinn Sünden zu vergeben, gegeben. Was würde das bedeuten? Nichts weiter, als dass die Jünger des Herrn diese Macht besaßen. Nicht mehr und nicht weniger! Man kann aber keinesfalls im Hinblick auf die oben angeführte Tatsache, nämlich dass der Glaube an Jesus Christus die Vergebung bewirkt, einen Absolutheitsanspruch ableiten, der unabdingbar die Freisprache eines Apostels notwendig macht.

Keine Sündenvergebung in der Zeit ohne neutestamentliche Apostel?

Wenn eine Sündenvergebung nur durch die Freisprache eines Apostels erfolgen könnte, dann wäre eine Vergebung der Sünden nach dem Tode des letzten Apostels nicht mehr möglich gewesen. Da es aber darauf ankommt, was ein Mensch zu Lebzeiten geglaubt und getan hat, (Hebr. 9, 27; Luk. 16;2. Kor. 5, 10) muss auch für die Menschen in der nachapostolischen Zeit die Möglichkeit der Sündenvergebung bestanden haben und auch heute noch bestehen. Die Neuapostolische Kirche möchte diesem Dilemma durch sogenannte Entschlafenengottesdienste entgehen, in denen auch den Verstorbenen die Sakramente der Neuapostolischen Kirche zuteil werden sollen. An dieser Stelle möchte ich auf unseren umfassenden Artikel zum Thema „Gottesdienste für Entschlafene“ auf dieser Website hinweisen.

Jeder kann jederzeit zu Jesus kommen!

Die Möglichkeit der Sündenvergebung, die uns der Herr durch die Schrift lehrt, nämlich die Sündenvergebung durch den Glauben an Jesus Christus, eröffnet jedem Menschen die Möglichkeit, unter die Vergebung zu kommen. Unabhängig von bestimmten Menschen (Ämtern, Priestern, Pastoren oder Aposteln) kann jeder Mensch zu jeder Zeit Vergebung seiner Sünden erfahren. Jesus Christus sagte: „Ich will bei euch sein alle Tage“ – Mt. 28,20, also auch in einer Zeit ohne Apostel Jesu Christi. Was bedeutet das? Das bedeutet: „Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird {nicht} dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.“ – Joh. 4, 14 Und es bedeutet auch: „Wer den Sohn hat, hat das Leben.“ – Joh. 5,12

Wenn Jesus selbst sagt, dass er alle Tage bei den Jüngern sein wird, dann besteht auch an allen Tagen der Weltgeschichte seit Jesu Wirken die Möglichkeit zur Errettung!

Vergebung in Etappen?

Wir müssen uns vor Augen führen: Jesus Christus ist einmal ans Kreuz gegangen, um Erlösung für die Menschen zu erwirken. Er ist einmal gestorben, damit alle Schulden getilgt sind. Er hat einmal die Schuld der ganzen Welt auf sich genommen, alle Unvollkommenheiten und alle Sünde, die der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Das heißt, er hat einmal für alle Sünden bezahlt. So sind mit einem Mal alle Sünden derjenigen vergeben, die das Evangelium annehmen. (Jes. 53,5; Matth. 26, 28; Eph. 1,7)

Wie seltsam erscheint die Glaubenslehre der Neuapostolischen Kirche, dass durch Freisprache die Sünden des vorhergegangenen Zeitabschnittes, seit der letzten Freisprache getilgt sein sollen. Welche Auswirkungen dies hätte, beschreibt ein ehemaliger ‚Stammapostel‘ so: „Wenn wir nach einer durchlebten Woche belastet vor den Herrn treten und sind durch die Bedienung aus seinem Geiste abgewaschen, geheiligt und gerecht gemacht, und es würde dann das eine oder das andere plötzlich aus dem Diesseits abgerufen, dann geht eine solche Seele in diesem erlösten Zustand in die Ewigkeit. Wie anders wäre es, wenn der Tod vor einem Gottesdienst, wenn die Belastungen einer ganzen Woche auf der Seele liegen, eintreten würde.“ 6)

Diese Auffassung steht im Widerspruch zu den Aussagen des Neuen Testaments. Die Heilige Schrift lehrt, dass der Gläubige erlöst ist: „Und von Jesus Christus, <der> der treue Zeuge <ist>, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut.“ – Off. 1,5

Es gibt keine verschiedenen Stufen der Erlösung. Der Gläubige ist versöhnt mit Gott (2. Kor. 5,18) durch Jesus Christus und dadurch von seinen Sünden erlöst.

„ … und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ (Jes. 53,5)

Voraussetzungen zur Vergebung der Sünden

Die Heilige Schrift berichtet im Kontext der Sündenvergebung über zahlreiche Eigenschaften und Voraussetzungen, die der Mensch mitbringen muss, genauer gesagt die erfüllt sein müssen, damit eine Vergebung möglich wird. Man sollte sich jedoch davor hüten, hier Absolutheitsansprüche ableiten zu wollen. Wichtig ist, dass die Texte im gesamten Kontext der Heiligen Schrift gelesen und verstanden werden. Ich möchte hier nur noch kurz die einzelnen Merkmale nennen und jeweils eine Textstelle dazu anführen:

Buße

„Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Geistes empfangen.“ – Apg. 2,38 

Vergebungsbereitschaft

„Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.“ – Mt. 6,14

Sünden bekennen

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ – Joh. 1,9

Der Herr klopft bei Dir an!

Öffne dem Herrn doch die Tür, wende Dich im Gebet noch heute an ihn und bitte ihn, dass er in Dein Leben kommen möge: Bitte ihn um Vergebung Deiner Sünden. Dieses Gebet könnte in etwa so lauten: „Herr Jesus Christus, Du weißt, dass ich in meinen Gedanken, meinen Worten und meinem Handeln gegen Dich gesündigt habe. Und wie oft hätte ich Gutes tun können und habe es nicht getan. Bitte vergib mir. Ich bereue meine Sünden und möchte mich von allem abwenden, was falsch ist. Du hast Dein Leben für mich am Kreuz gegeben. Deshalb gebe ich Dir jetzt mein Leben. Und ich bitte Dich, nimm Du es in Besitz. Komm als mein Erlöser, der mich rettet, und als mein Herr, der mich führt. Komm als mein Freund, der mich umgibt. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast! Amen.“

Du hast Jesus in Dein Leben aufgenommen, wenn Du dieses Gebet von ganzem Herzen gebetet und ernst gemeint hast. Nun lebt er durch seinen Heiligen Geist in Dir.

Im Himmel ist große Freude

Du bist jetzt ein Kind Gottes, große Freude ist jetzt im Himmel, doch wie geht es weiter? Du bist jetzt auch ein Nachfolger Christi. Schau Dich doch einmal in Deinem Ort um, ob es dort eine bibeltreue christliche Gemeinde gibt. Du erkennst eine solche Gemeinde daran, wie sie zur Bibel steht. Was steht im Zentrum ihres Lebens und ihrer Verkündigung? Wenn sie die Bibel uneingeschränkt als das Wort Gottes, als wahr, als vom Heiligen Geist inspiriert und fehlerfrei sieht, wenn Jesus der Mittelpunkt der Predigt und der Gemeinschaft ist, dann bist Du richtig.

Die Gemeinschaft mit Christen ist stärkend und bringt Freude zugleich. Lies die Bibel, sie ist das geschriebene Wort Gottes. In der Heiligen Schrift erfährst Du den Willen Gottes. Du erfährst etwas darüber, wie es über diese ersten Schritte hinaus, weitergeht. Mit Dir ganz persönlich und der Zukunft der Welt.

Der Herr segne und behüte Dich.

© Lutz Jusko – 2025


Quellen

Alle Bibelzitate, wenn nicht anders gekennzeichnet, sind der Bibelübersetzung von Franz Eugen Schlachte (2000) entnommen
1) Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben, Neuapostolische Kirche International, Zürich 1992
1a) Der Katechismus der Neuapostolischen Kirche 12.1.8.7, Stand 12/2025)

2) Interlinearübersetzung, Griechischer Text: Nestle-Aland-Ausgabe, Ernst Dietzfelbinger, Deutsche Bibelstiftung 1981

3) Kleines Wörterbuch zum Neuen Testament Griechisch-Deutsch, Rudolf Kassühlke, Deutsche Bibelgesellschaft 1997

4) Kommentar zum Neuen Testament, William Mac Donald, Bible Workshop Vers.,1997

5) Kommentar zur Bibel, Donald Guthrie und J. Alec Motyer, R. Brockhaus Verlag Wuppertal 1980

6) Die Neuapostolischen, Hans Engeland, Agentur des rauhen Hauses Hamburg

7) Die NAK bezeichnet die Katholisch-apostolischen Gemeinden als sogenannte „alte Ordnung“. Nach der Spaltung von 1863 entstandenen Gemeinden mit neu berufenen Aposteln als sog. „Neue Ordnung“.

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