Neuapostolische Kirche Kritik - Stammapostelamt - Felsenamt – Vollmacht -  Amtsauthorität – Was hat es mit diesem Amt auf sich. Welche Vollmachten hat es?

Neuapostolische Kirche Kritik
Das Stammapostelamt – Vollmacht

Das Felsenamt 

Im Zusammenhang mit der Sonderstellung des Stammapostels als das Haupt der Apostel wird auf das sogenannte Felsenamt des Simon Petrus hingewiesen: „Das Stammapostelamt ist das Felsenamt, das Jesus für die Urkirche dem Apostel Petrus anvertraute. Damit verbunden war auch die Schlüsselgewalt und der Auftrag, der Herde Christi als erster Hirte zu dienen.“ (23) Auch heute noch findet diese Begründung ihre Anwendung. So äußerte sich Stammapostel Wilhelm Leber wie folgt: „Wir stehen auf einem Felsen. Ich erinnere daran, dass Jesus einst zu Petrus sagte: ‚Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen …, ‘(Matthäus 16,8). Wir, als die Gemeinde, stehen auf dem Felsen. Solange wir mit diesem Felsen verbunden sind, haben wir Kraft. Diese Kraft befähigt uns, den Teufel zu überwinden, ja alle Geister zu bezwingen. Aber wenn man nicht mehr auf dem Felsen steht, wenn es anderen Mächten gelingt, diese Verbindung zu unterbrechen, dann verliert man sofort seine Kraft. Dann ist man nicht mehr gesegnet. Dann verliert man den Glauben und kann die Liebe Christi nicht mehr wahrnehmen. Deshalb ist es so wichtig, auf diesem Felsen gegründet zu sein, mit dem Stammapostel verbunden zu bleiben, … ich möchte euch deshalb die Botschaft ins Herz legen: Bleibt auf dem Felsen, fest verbunden mit dem vom Herrn gegebenen Amt! Lasst euch davon nicht trennen.“ (24)

Stein oder Felsen?

Die Bibelstelle zu dieser Behauptung lautet: „Und ich (Jesus) sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“ – Matt. 16, 18

Wir müssen diese Textstelle wörtlich übersetzen, um der tatsächlichen Bedeutung auf die Spur zu kommen, und wir müssen ebenso den Kontext betrachten: „Und ich auch Dir sage: – Du bist Petrus (petros), und auf diesen, Felsen (petra) werde ich bauen meine – Gemeinde“ Matt. 16, 18 – Interlinearübersetzung

Im Griechischen bedeutet das Wort ‚petros‘ Stein oder losgerissenes Felsstück und entspricht dem aramäischem Wort ‚Kephas‘. ‚Petra‘ bedeutet Fels und ist kein kleiner Stein. Jesus möchte also deutlich machen: Petrus ist ein Stein, und auf den Felsen will er seine Gemeinde bauen. Wer oder was ist der Felsen? Ist dies tatsächlich Petrus? Aus mehreren Gründen kann dies nicht sein:

Erstens: Paulus denkt nicht neuapostolisch!

Petrus selbst versteht die Aussage Jesu nicht im neuapostolischen Sinn. Er selbst bezieht nicht nur den Felsen (petra), sondern auch den Stein (petros) auf Jesus: „Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, …“ (1. Petr. 2, 4) Auch Paulus bezieht das Bild des Steins und des Felsens auf Jesus: „… Wie geschrieben steht: »Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!«“ (Röm. 9, 33) Siehe auch 1. Kor. 10, 4.

Zweitens: Auch die Jünger denken nicht neuapostolisch!

Auch die übrigen Jünger verstehen die Aussage Jesu nicht im neuapostolischen Sinn. Sie sahen die Worte Jesu an Petrus nicht als Zuweisung eines besonderen über ihnen stehenden Amtes. Ansonsten hätte es die Frage nach dem Größten unter den Jüngern kurz vor Jesu Tod am Kreuz nicht gegeben. Siehe dazu: Matthäus 20, 20ff und Lukas 22, 24ff

Drittens: Jesus selbst ist das Fundament

Das einzige Fundament, auf dem die Gemeinde Christi gebaut ist, ist Jesus selbst: „Auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn“ – Eph 2,20-21

 „Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ – 1. Kor. 3, 11

Siehe dazu auch Matthäus 21,42. Jesus ist der Eckstein, das Fundament, der Fels, auf dem die Gemeinde gebaut ist.

Viertens: Petrus ordnet sich unter!

Petrus selbst ordnet sich unter (Apg. 8, 14ff) und muss sich vor den anderen Aposteln verantworten (Apg. 11, 1ff) und bezeichnet sich selbst „nur“ als Mitältester (1 Petr 5, 1). Er bezeichnet Jesus selbst als den obersten Hirten (1. Petr. 5, 4). Das alles passt nicht in das Bild eines ersten Stammapostels Petrus!

Sollte Petrus das Fundament der Kirche genauer gesagt der Gemeinde bilden, muss man sich fragen, ob er dazu als fehlerhafter und schwacher Mensch gut geeignet gewesen wäre. Man denke z. B. an das dreifache Leugnen, Jesus zu kennen (Mk. 14, 66ff) oder an das unaufrichtige Verhalten in Bezug auf das gemeinsame Essen mit Nichtjuden (Gal. 2, 11ff). Die lehrmäßige Grundlage der Apostel liegt uns heute schriftlich als Heilige Schrift vor. Die „Initialzündung“ zur Entstehung der ersten christlichen Gemeinden haben die Apostel zu Pfingsten gegeben. Insofern spielt Petrus – man denke an seine Pfingstpredigt und an seine Briefe – eine Rolle. Er hat seinen Stein (petros) in das Gebäude der christlichen Gemeinde wie alle anderen Apostel des Herrn auch eingefügt.

Stein ist nicht gleich Felsen!

Dass Jesus hier den Stein (petros / Kephas) mit dem Felsen (petra) gleichsetzt, kann also nicht sein. Auch deshalb nicht, weil das Wort petra im Neuen Testament als Fels wiedergegeben wird und damit echter Felsen genauer gesagt im übertragenen Sinn Jesus gemeint ist (siehe: Matth. 27, 52 u. 60; Luk. 8, 6 u. 13; Off. 6, 15 u. 16; Matth. 7, 24 u. 25). Was also meint Jesus in Matthäus 16,18? Dazu ist es hilfreich, die vorhergehenden Verse zu lesen: „Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute mich, den Sohn des Menschen? Sie sprachen: Etliche für Johannes den Täufer; andere aber für Elia; noch andere für Jeremia oder einen der Propheten. Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel! Und ich sage dir auch: ‚Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“ – Matt. 16, 13-18

Alle Jünger haben einen ‚Petrus-Auftrag‘

Es werden alle Jünger gefragt, was die Jünger glauben, wer er sei, Petrus antwortet für die Jünger und gibt ein einzigartiges Bekenntnis für die Jünger ab! So bezieht sich das von Jesus an Petrus gerichtete Wort vom Fels (petra) nicht nur auf Petrus, sondern auf das Bekenntnis des Petrus und der übrigen Jünger, dass er der Christus (Messias) ist. Der Fels ist Jesus, der Christus, der Messias der Welt! In einem weiteren Sinn könnte man auch sagen, dass dieses Bekenntnis der Jünger und späteren Apostel die Grundlage für den Bau der Gemeinde bildet (Eph 2,20).

Jesus spricht nicht nur zu Petrus, alle Jünger hören mit. Nicht nur Petrus ist angesprochen. Dies wird in der Tatsache deutlich, dass er sagt; „Und ich (Jesus) sage dir auch …“. Ein spezieller ‚Petrus-Auftrag‘ wird auch dadurch negiert, dass Jesus die sogenannte Schlüsselgewalt nicht nur dem Petrus überträgt, sondern an anderer Stelle auch den übrigen Jüngern: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.“–Matt. 18, 18

Zusammenfassung

Die Theologie der Neuapostolischen Kirche in Bezug auf das Stammapostelamt als Felsenamt ist auf Sand gebaut. Petrus war ein Stein im entstehenden Gebäude der Gemeinde Jesu. Er galt wie Jakobus und Johannes als Säule (Gal 2, 9) in der frühchristlichen Gemeinde und hatte zu Pfingsten eine bedeutsame Predigt zur Evangelisation gehalten. Doch hat sich Petrus weder selbst als Stammapostel im neuapostolischen Sinn gesehen, noch haben dies die übrigen Apostel getan. Petrus war ein Apostel wie jeder andere Apostel des Herrn. Er hatte keine übergeordnete Stellung unter den Aposteln. Jesus selbst ist der Fels und der Grund, auf dem seine Gemeinde gebaut ist. Nicht ein Mensch, sondern Jesus ist das Haupt seiner Gemeinde, seines Leibes.

Das Haupt der Apostel

Zum Status des Stammapostelamtes gab es in den letzten Jahren einige Änderungen und Korrekturen. Sind diese Korrekturen weitgehend genug, um sich in Bezug auf dieses Amt auf der biblischen Grundlage zu bewegen?

Wenn in den Statuten der Neuapostolischen Kirche International (NAKI) noch 1990 davon die Rede ist, dass der Stammapostel das sichtbare Haupt der Kirche Christi ist und Jesus das unsichtbare Haupt: „Jesus Christus ist das unsichtbare Haupt des wiederaufgerichteten Erlösungswerkes Gottes; der Stammapostel ist das sichtbare Haupt der Kirche auf Erden. Er ist oberste Instanz in allen Angelegenheiten und nimmt im Kreis der Apostel den ersten Platz ein.“ (25)

So weiß man heute, dass die Kirche Christi nur ein Haupt haben kann: „Jesus Christus ist das Haupt der Kirche. Der Stammapostel ist das Haupt aller Apostel; er leitet die Kirche zusammen mit den Aposteln.“ (26)

Fehlende biblische Belege!

Interessant ist, dass wir nichts dergleichen in der Heiligen Schrift speziell im Neuen Testament finden. Dort gibt es keine Abstufung der einzelnen Apostelämter in Stammapostel, Stammapostelhelfer, Bezirksapostel, Bezirksapostelhelfer und Apostel. Eine solche Hierarchie ist der Bibel fremd, dies sind Erfindungen der Neuapostolischen Kirche. Vielmehr wird deutlich, dass ein ‚Demuts-Prinzip’ in einem kollegialen Kreis der Jünger von Jesus angemahnt wird: „Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe. Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Heidenvölker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber nennt man Wohltäter. Ihr aber sollt nicht so sein; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Führende wie der Dienende. Denn wer ist größer: der, welcher zu Tisch sitzt, oder der Dienende? Ist es nicht der, welcher zu Tisch sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Dienende.“ – Lk. 22, 24-27

Wenn sich Jesus schon als der Dienende bezeichnet, um wie viel weniger kann sich dann ein Stammapostel, der führen und dienen will, sich über andere erheben und sich als Haupt der Apostel bezeichnen. Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde und damit auch aller Amts- und Aufgabenträger: „Und er (Jesus, Anm. d. Verf.) ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.“ – Kol. 1,18

Oberste Instanz in Lehr- und Glaubensfragen

Der Stammapostel ist, obwohl er keine theologische Ausbildung hat, oberste Instanz in allen Lehr- und Glaubensfragen! D. h. ihm obliegt die Deutungs- und Auslegungshoheit der Heiligen Schrift: „Der Stammapostel ist das Haupt der Apostel. Als oberste geistliche Autorität leitet er die Neuapostolische Kirche in allen religiösen Angelegenheiten.“ (27)

Die biblische Lehre vermittelt uns ein anderes Bild. So kam in der jungen jüdisch-christlichen Gemeinde die Frage auf, ob auch Heiden, die sich zu Jesus bekehrt hatten, allen jüdischen Gesetzesvorschriften, z. B. der Beschneidung, nachkommen müssten. Nicht Petrus (der angeblich erste, der das Felsenamt empfing) war es, der zusammenfassend und entscheidend die Stimme erhob, sondern Jakobus: „Nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, ergriff Jakobus das Wort und sagte: Ihr Männer und Brüder, hört mir zu! …  Darum urteile ich, dass man denjenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten auflegen soll.“ – Apg. 15, 13-19

Das biblische Dreiergespann

Vielmehr war es wohl ein „Dreiergespann“, welches zur Zeit des Neuen Testaments unter den Judenchristen besonderes Ansehen unter den Aposteln genoss, nämlich Jakobus, Petrus und Johannes: „Und als sie die Gnade erkannten, die mir (Paulus, Anm. d. Verf) gegeben ist, reichten Jakobus und Kephas (Petrus, Anm. d. Verf.) und Johannes, die als Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand der Gemeinschaft, damit wir unter den Heiden, sie aber unter der Beschneidung wirkten;“ – Gal. 2, 9

Paulus wagte es sogar, Petrus öffentlich zu rügen, als Petrus offensichtlich noch nicht die Erkenntnis und Kraft hatte, keinen Unterschied zwischen Juden- und Heidenchristen zu machen: „Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war im Unrecht. Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. Und auch die übrigen Juden heuchelten mit ihm, sodass selbst Barnabas von ihrer Heuchelei mit fortgerissen wurde. Als ich aber sah, dass sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, was zwingst du die Heiden, jüdisch zu leben?“ – Gal. 2, 11-14

Von einer alleinigen obersten geistlichen Autorität kann bei Petrus bei Betrachtung der biblischen Berichte keine Rede sein. Wenn sich der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche in seinem Amt auf Petrus berufen möchte, sollte er in den Kreis der übrigen Apostel zurücktreten. Dann käme er seinem biblischem Vorbild etwas näher!

Schriftauslegung / Lehrautorität

Eine Frage drängt sich bei Betrachtung der neutestamentlichen Berichte auf. Braucht der Gläubige in Lehrfragen einen herausragenden Lehrer, braucht er jemanden, der ihm die Bibel auslegt? Die Auslegungsbefugnis der Heiligen Schrift liegt nach neuapostolischer Auffassung beim Stammapostel und bei den Aposteln. Nur diese sind fähig, die Heilige Schrift richtig zu verstehen:

Das ‚Amtsvermögen‘

„Wer ist fähig und berufen die Bibel auszulegen? … der Stammapostel und die Apostel haben zu ihrer Aufgabe das aus dem Heiligen Geist kommende Amtsvermögen empfangen. Mit diesen Gaben sind sie befähigt, die Absichten Gottes zu verstehen, sie den Gläubigen mitzuteilen“ (28) 

Die Neuapostolische Kirche bleibt uns die Antwort auf die Frage schuldig, warum nur der Stammapostel und die Apostel das nötige ‚Amtsvermögen‘ empfangen haben sollen, und wo dieser Vorgang in der Heiligen Schrift sein Vorbild findet. Der Apostel Johannes schreibt den Gläubigen etwas anderes: „Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern so, wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge; und so wie sie euch belehrt hat, werdet ihr in ihm bleiben.“ – Joh. 2, 24

Der Heilige Geist ist Gottes Stellvertreter

Mit der Salbung ist die Spendung des Heiligen Geistes gemeint! Nicht der Stammapostel, sondern der Heilige Geist ist der Stellvertreter Christi auf Erden: „Doch wenn der Vater den Ratgeber als meinen Stellvertreter schickt – und damit meine ich den Heiligen Geist –, wird er euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ – Joh. 14, 26 (NLB)

Im Grundtext steht der Begriff παρακλητος = Parakletos, welcher in der Vulgata mit advocatus wiedergegeben wird. Dieser Begriff wurde auch im juristischen benutzt und meinte Anwalt oder Stellvertreter. Er kann auch, wie in vielen anderen Bibelübersetzungen, als Helfer, Fürsprecher, Ratgeber oder Beistand übersetzt werden. Unstrittig in christlichen Denominationen ist, dass mit dem Parakletos kein Mensch, sondern der Heilige Geist gemeint ist.

Wir sehen, Jesus hat nicht vorgesehen, einen menschlichen Vertreter zu senden oder zu berufen. Er hat uns den Heiligen Geist gesandt, der uns in die Wahrheit führt. In der Neuapostolischen Kirche soll jeder Gläubige durch die Handauflegung eines Apostels den Heiligen Geist empfangen. Deshalb stellt sich die Frage, wieso nun ein Stammapostel oder ein Apostel als oberster Hirte und Ausleger der Heiligen Schrift notwendig ist?

© Lutz Jusko

Weiterlesen: Sukzession und Nachfolgestreitigkeiten

Quellen:

23) Leitfaden für den Religionsunterricht der neuapostolischen Kirche, 4. Jahr, Verlag Friedrich Bischoff, Frankfurt am Main, 1970, o. J., S. 79, zitiert nach:http://www.relinfo.ch/nak/stammapostel.html

24) Neuapostolische Kirche, Unsere Familie, Ausgabe 13/2009, Bericht vom Gottesdienst, Kampala/Uganda, 29.3.2009, S. 9,

25) Neuapostolische Kirche International, Statuten der Neuapostolische Kirche International, Präambel, Zürich Schweiz, 1990

26) Neuapostolische Kirche International, Leitbild Dienen und Führen in der Neuapostolischen Kirche, Verlag Friedrich Bischoff GmbH, Zürich, 2001, S. 8

27) Neuapostolische Kirche International (Hg.), Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben – Änderungsmitteilung 2005; Zürich / Frankfurt a. M. 2005

28) Neuapostolische Kirche International, Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben – Frage 5, Zürich, 1990, S. 11

29) Neuapostolische Kirche International, a. a. O., Frage 177, S. 82

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