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Einer kann helfen: Jesus

Mit Herzblut dabei – und doch fehlte etwas
Einer kann helfen: Jesus hat mich heimgebracht!

Björn

Ein Zeugnis und Erfahrungsbericht von Björn aus Süddeutschland

Von der NAK über Verschwörungstheorien hin zum biblischen Glauben an Jesus
Mit Herzblut dabei – und doch fehlte etwas

Ich bin schon von Kindheit an mit Gott in Berührung gekommen, dank meiner Großeltern, die mich sonntags immer wieder in die Neuapostolische Kirche (zukünftig NAK genannt) mitnahmen. Meine Mutter, auch neuapostolisch, und mein leiblicher Vater (evangelisch) gingen nicht in die Kirche.Erst nach der Trennung meiner Eltern und dem Kennenlernen meines zukünftigen Stiefvaters (römisch-katholisch) und seiner Konvertierung zur NAK gingen wir alle regelmäßig in die Gottesdienste. Dort erfolgten dann die vorgegebenen Aufnahme-Rituale, und man war nun offiziell Mitglied.

Ich war später sehr aktiv in der Jugend und wir hatten damals viel Spaß zusammen auf Ausflügen, bei privaten Treffen oder in unserem damaligen Jugendzentrum. Mein ganzes soziales Leben drehte sich damals nur um diese Gemeinschaft, und ich war darin mit vollem Herzblut mit der Organisation von Unternehmungen beschäftigt. Jedoch bekam ich nicht immer die Anerkennung, die ich suchte, und fühlte mich auch leider oft missverstanden. Schlussendlich verstand ich mich selbst wohl nicht.

Nach dem Ende der Jugendzeit kam ich auch in das Diakonenamt und war dann Teil des Brüderkreis in der NAK-Gemeinde Weilheim/Teck. Ich schätzte den Gemeindeleiter dort sehr und habe auch heute noch ein angenehmes Verhältnis zu ihm. Aber ich fühlte mich dort einfach nicht richtig zu Hause. Ich versuchte erst, mich mehr anzustrengen, und auch alles Beten half nichts, zumindest nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich konnte die Aufgabe nie, auch nicht annähernd, ausfüllen, noch vorhandene Ansprüche erfüllen. Ich haderte massiv mit mir selbst und scheiterte an meinen Erwartungen. Mir kam dort alles zunehmend falsch vor. Ich merkte, dass mir etwas fehlte, nämlich Erkenntnis und Wahrheit. Ich war dort falsch, so meine Wahrnehmung! Deshalb machte ich mich auf die Suche.

Systemkritik, Geheimnisse und verlorene Sicherheit

Durch einen Arbeitskollegen, kam ich in die Szene der Verschwörungstheoretiker. Ein Ausflug in eine ganz andere Welt. Eine Welt der geheimen Verschwörung, der Systemkritik, des Infragestellens von allem, was ich gelernt hatte, ob gut oder schlecht. Am Ende wusste ich von allem viel und doch gar nichts mehr. Ich bekam dadurch aber ein super überzeichnetes Selbstbewusstsein ohne Sicherheit und verstrickte mich immer mehr in esoterischen und „New-Age“-Gedankenmustern und landete schlussendlich bei komplett alternativen Lehrmeinungen über Medizin, Schöpfung und Gott. Ich hielt Reinkarnation für wahrscheinlich und witterte hinter allem eine Verschwörung, auch hinter den Weltreligionen, den Kirchen, auch der Bibel selbst.

Das Buch, das Wahrheit versprach – und Panik brachte

Als ich in der Corona-Zeit mit den Maßnahmen und der Umsetzung in meiner damaligen Gemeinde nicht einverstanden war, war dies natürlich ein willkommener Anlass, die Kirche und ihr Verhalten zu kritisieren und im Juni 2020 dann mein Diakonenamt abzugeben. Ich wollte da nun raus und mich auf meine liebgewonnenen Recherchen in der Wahrheitssuche konzentrieren. Ich hatte zwar kein konkretes Ziel, aber das Gefühl, an etwas ganz Großem dran zu sein. Ich war kurz zuvor auf das Buch „Gralsbotschaft: Im Lichte der Wahrheit“ gestoßen worden, in dem es um die angeblichen Gesetzmäßigkeiten in der Schöpfung geht, ohne die man nichts verstehen würde. Super, dachte ich, genau das richtige Buch für mich, da ich tatsächlich nichts verstand. Ich fing im Urlaub auf Rügen an, es zu lesen, und plötzlich verstand ich wirklich etwas, und zwar, was es bedeutet, Angst zu haben. Nackte Panik! Echte Todesangst! Gewisse Aussagen in diesem Buch machten mich so ängstlich, dass ich wie gelähmt war und fast nicht mehr heimgekommen wäre, zumindest nicht ohne meine Frau, da ich nicht mehr in der Lage war zu packen oder mich zu beruhigen. Ich war völlig verzweifelt, da mir das Buch gesagt hatte, dass ich aufgrund gewisser Dinge, die ich getan habe, gewissermaßen verloren wäre.

Einer kann helfen: Jesus

Aber auf der Fahrt nach Hause kam wie aus dem Nichts ein Gedanke: Einer kann helfen, einer kann alles vergeben, einer kann befreien und erretten, und zwar aus allem: Jesus Christus! Aber das war erst der Anfang einer wilden Odyssee durch Ängste, Hoffnung, Verzweiflung und Bewältigung von inneren Themen. Ich konnte zeitweilig nicht mehr arbeiten gehen, geschweige denn noch etwas recherchieren.

Jesus hat mich heimgebracht

Ich ging dann erst einmal zurück zur NAK, da ich ja nichts anderes kannte. Damals fühlte ich mich Jesus dort am nächsten. Ich entschuldigte mich für mein Verhalten und schwor allen alternativen Lehren ab. Warf alles an esoterischem Zeugs und fragwürdiger Literatur fort. Aber ich hatte weiterhin diese Angst: verloren zu sein. Angst: den Heiligen Geist gelästert zu haben, oder aus der Gnade gefallen zu sein, das ganze Programm eben. Ich bat Gott in dieser tiefsten und schlimmsten Phase meines Lebens um Vergebung und Hilfe und wusste zugegebenermaßen nicht, was ich machen sollte. Durch einen Seelsorger aus dem Internet, welcher sich auf solche Fälle wie mich spezialisiert hatte, kam ich zum ersten Mal mit dem biblischen Glauben und dem wahren Evangelium in Berührung. In der weiteren Beschäftigung damit, durfte ich erkennen, wie und wodurch man errettet wird, nämlich durch Jesus allein und nicht durch eigene Bemühungen und Taten. Nur durch die Gnade, in seinem Opfer. Es waren danach trotzdem noch 3 Jahre, die ich benötigte, um zu verstehen, worum es beim christlichen Glauben eigentlich geht. Und 4 Jahre, um zu erkennen, warum ich immer noch manchmal Angst habe, und trotzdem in Christus errettet bin. Meine Angststörungen sind bis heute nicht komplett verschwunden, aber die Sicherheit ist nun da! Jesus hat mich heimgebracht! Heim von einem langen Umweg, von einem Urlaub in Rügen, von einer Suche nach Wahrheit und Sicherheit. Heim in seine Gemeinde, heim zu sich!

Lehre wider die Schrift: Mein Abschied von der NAK

Jetzt könnte man fragend einwerfen: Warum bist du nicht in der NAK geblieben, als du wieder zu Christus gefunden hast?

Petrus, der Papst und das Stammapostelamt

Dafür gab es dann gewisse Gründe. Ich schrieb bereits, dass ich 3 Jahre benötigte, um zu verstehen, worum es beim Christsein geht. Ich hatte viel gehört in meinem Leben und vieles geglaubt, aber keine Sicherheit. Darum fing ich an, mich mit den unterschiedlichen Kirchen bzw. Gemeinschaften zu beschäftigen. Vor allem mit der römisch-katholischen Kirche. Hier verglich ich die jeweils eigenen Lehren mit dem Wort Gottes. Natürlich nahm ich auch kritische Quellen zu den jeweiligen Konfessionen in Augenschein. Gerade die Widersprüche der römisch-katholischen Lehre/Tradition zur Bibel, ließen mich aufhorchen, denn hier waren viele Parallelen zur NAK zu erkennen. Es war gerade die Beschäftigung mit dem Stuhle Petri in Rom, dem Papsttum und analog dazu dem Stammapostelamt, die mir zu denken gab. Da so etwas nicht in der Heiligen Schrift zu finden ist, sondern Petrus sich da als einen von vielen Ältesten und als einen der 12 ersten Apostel sieht. Er verweist auch eindeutig auf Jesus als Felsen allein, auf dem die Gemeinde aufgebaut wird, und nicht auf ein vermeintliches Felsenamt, das ihm persönlich innewohnen würde, geschweige denn eine Weitergabe dieser Berufung mit sich bringen würde. Kurz gefasst: Die Kirchengeschichte zeigt auf, dass es zu Anfang mehrere Älteste bzw. Bischöfe in der Gemeinde zu Rom gab. Erst im Verlauf etablierte sich dann ein Hauptbischof in Rom, welcher aber auf Augenhöhe mit Bischöfen aus anderen Kirchengemeinden galt. Der erste Papst wurde erst ca. drei bis vierhundert Jahre nach Entstehung der römischen Gemeinde benannt, wobei auch hier viele Machtkämpfe, Nichtanerkennungen und Spaltungen die Folgen waren.

Sakramente, Fegefeuer und Apostelnachfolge

Die jeweiligen Sakramentslehren konnte ich so in der Schrift nicht bestätigt sehen, oder gar die Vorstellung von einem missionarischen Werk im Jenseits, oder eines Fegefeuers. Eine Weiterführung oder Neubesetzung der Apostel Christi war schlussendlich auch nicht zu finden, da die Apostel Christi ganz klar Augenzeugen des Auferstandenen sein sollten und besondere Zeichen und Wunder mit sich brachten. Ich hatte Fragen und fand keine befriedigenden Antworten darauf im NAK-Umfeld. Offen gesagt machten mich die dort vorhandenen Aussagen eher verwirrter, als ich vorher war.

Das NAK-Dilemma: Historische Widersprüche

Ich beschäftigte mich auch mit dem Ursprung der NAK und traf auf die katholisch-apostolische Gemeinde (KAG) in England, aus der die NAK dann später hervorging. Hier stieß ich auf den bemerkenswerten Widerspruch, dass die 12 „Apostel“ der KAG sich als die einzigen neuen Apostel sahen, welche durch „Geistwirken“ und durch „Propheten“ bestätigt, zur Vollendung und Heimführung der Brautgemeinde eingesetzt wurden. Die damaligen 12 sahen sich zu dem jeweils als Stammapostel für den jeweiligen Bereich berufen, der ihnen weltweit zugedacht wurde. Diese Bereiche wurden nach den zwölf Stämmen Israels benannt. Alle waren aber auf Augenhöhe und hatten dieselbe Stellung und „Vollmacht“. Mit ihren Aufgaben verbunden war die klare Aussage, dass der Herr noch zu Ihren Lebzeiten kommen sollte. Was im Übrigen, wie bei Stammapostel Bischof damals auch, nicht geschah. Dies führte dann zu einem Alleingang des „Propheten“ Geyer und weiterer Einsetzungen „neuer Apostel“ in Deutschland, sowie zu Zerwürfnissen unter den daraus entstandenen neuen Gemeinden. Danach auch noch zu der Aberkennung oder besser gesagt Beendigung des „Prophetenamtes“ in der späteren NAK. Es gab zudem grundsätzlich keine Anerkennung dieser weiteren „Apostel“ von den ursprünglichen, noch lebenden „Aposteln“ der KAG, welche die Neueinsetzungen von vornherein ablehnten. Hier spreche ich auch mittlerweile vom NAK-Dilemma. (Siehe dazu das islamische Dilemma und David Wood)

Die Erkenntnis, die zum Austritt führte

Ab diesem Moment war mir klar, dass ich hier in einer christlichen Gemeinschaft Mitglied war, die ihr fragwürdiges Fundament weder in der Bibel gründete noch dieses nach ihrer Abspaltung beibehalten hatte. Ich war entsetzt, als mir diese Erkenntnis zuteil wurde! Und noch mehr entsetzt, als ich den Umgang in der NAK damit sah. Hat Gott seine Meinung einfach geändert, Prophetien widerrufen?! Oder war alles nicht doch einfach nur Menschenwunsch und Teufels Beitrag? Die Früchte zeigen es!

Nach viel Gebet und Beschäftigung mit biblischer Lehre beschloss ich dann 2024 meinen Austritt aus der NAK zum Leidwesen meiner Frau, welche immer noch in der NAK ist. Hier kann ich Gott nur danken, dass er mir dies alles klar gemacht hat, meinen Weg geführt hat und meine Ehe trotz aller Geschehnisse erhalten hat. Wir sind mittlerweile mit drei Jungs gesegnet und kommen trotz aller Differenzen im Glauben miteinander aus. Mittlerweile fand ich eine bibeltreue Gemeinde in meiner Nähe, in der ich Aufnahme fand und mich im November 2025 auch biblisch taufen ließ. Meine Frau und ich haben aktuell den Kompromiss getroffen, dass wir abwechselnd in die NAK und in die bibeltreue Gemeinde gehen. Dies fällt mir nicht immer leicht, aber es ist ein Opfer, das ich gerne bringe, um ihr auch eine andere, biblisch zentrierte Sichtweise nahebringen zu können.

Von der NAK zur biblischen Gemeinde: Meine theologische Wegentscheidung

Damals, vor meinem Austritt, formulierte ich für die Menschen in der NAK, welche damals den Großteil meines sozialen Umfeldes bildeten, eine Schrift. Diese Schrift nannte ich: ‚Meine Thesen gegen die Lehren der NAK‘. Ich wollte darüber aufklären, warum ich austrete und was ich an der Lehre der NAK als falsch ansehe. Die Resonanz war jedoch ernüchternd, weitestgehend nicht vorhanden. Diese Schrift möchte ich hier zum Ende trotzdem noch auszugsweise anführen:

Meine Thesen gegen die Lehren der NAK: (Auszug)

1. Bekehrung

Keine konkrete Hinführung zu wahrer Bekehrung: Schwerpunkt auf Bekenntnis zur Kirche und zum Apostelamt sowie auf Taufe, Versiegelung, Abendmahl und Freisprache. Nicht aber auf persönliche Übergabe an Christus und Bekennung der Sünden ihm gegenüber (einmaliger Vorgang)! Nur Jesus allein kann retten! 

2. Sakramentsverständnis und Hierarchie

Sakramentsverständnis und Hierarchie ähnlich der RKK (Römisch-Katholische Kirche): Errettung erfolgt über Werke, einmalige sowie kontinuierliche Vorgänge wie Sakramente und Freisprache durch „Amtsträger“ in einer menschlich gegründeten Institution, und nicht durch Jesus allein und durch Gnade allein in seinem einmaligen Opfer am Kreuz! Sakramentslehre und Verständnis von Taufe, Versiegelung und Abendmahl sind so nicht biblisch. Der Heilige Geist versiegelt, nach der Annahme des Herrn Jesus als Erlöser/Erretter, der Lebensübergabe an ihn und der damit einhergehenden Wiedergeburt, nicht aber durch ein Amt oder eine Institution! Die Taufe findet nach Bekehrung/Errettung statt, als Zeichen und öffentlichem Bekenntnis! Das Abendmahl ist ein Gedächtnis- und Bekenntnismahl! Nichts davon, Amt, Institution, Taufe sowie Abendmahl, wird zur Errettung selbst benötigt!

3. Autorität (Apostelamt)

Behauptung einer der Institution eigenen, durch den Heiligen Geist gewirkten Autorität (Apostelamt). Die damalige Neubesetzung (Katholisch-Apostolische Gemeinde) und die spätere, fortwärende Weiterbesetzung (durch den „Propheten“ Heinrich Geyer und dann auch in Abspaltungen wie der NAK) sind ohne Beweise, Zeugen oder biblischen Hintergrund/Prophetie: Die Neubesetzung des „Apostolats Christi“ in England 1832 ist weder biblisch belegt/prophezeit noch sonstwie nachvollziehbar nötig gewesen!

3.1 Sendung der Apostel

Die damaligen, originalen Apostel in der Ur-Kirche setzten eben keine weiteren, gleichwertigen Apostel ein, sondern Älteste/Bischöfe/Hirten, Prediger/Evangelisten und Diakone. Ein Apostel Jesu kann nur der sein, der direkt gesandt wurde von Jesus. Andere Gesandte (Apostolos) im Neuen Testament waren, von den ersten direkt gesandten Jüngern Jesu beauftragt für eine bestimmte Mission. Zum Beispiel von Paulus in der Apostelgeschichte beauftragt, um Spenden einzusammeln für Jerusalem. Selbst der eigene Ursprung, nämlich die KAG in England, lehnte eine fortwärende Weiterbesetzung der ersten 12 „neuen Apostel“ ab!

3.2 Neue Apostellehre/neues „Apostelwort“

Ein neues „Apostelwort“ vom Altar und eine neue „Apostellehre“ von heute werden gleichwertig zum schriftlichen Gotteswort in der Heiligen Schrift behandelt. Jedoch gilt allein die Schrift! Was der Bibel widerspricht, hinzugefügt oder weggelassen wird, ist zu verwerfen.

3.3 Heilsbindung ans Apostelamt

Es wird eine Heilsbindung ans Apostelamt, welches damals nicht neu besetzt wurde, weil nicht möglich, und dessen Vollmacht, behauptet. Bekenntnis zum neuen Apostolat steht im 4. und 5. Glaubensartikel: Was eine Voraussetzung zum Heil beschreibt, ohne die keine Errettung geschehen kann. Sprich: Das Apostelamt war und ist nach NAK-Verständnis letztlich immer heilsnotwendig, auch noch heute. Dadurch konnte in der Zeit zwischen den ersten Aposteln und den neuen „Aposteln“ 1832 keine Errettung stattfinden, mangels lebender Apostel und deren Vollmacht. Dies würde aber Gottes Heilsplan konterkarieren und ihn als unvollständig erscheinen lassen. 

4. Entschlafenenwesen

Die Lehre über das Entschlafenenwesen: Verstorbene könnten angeblich noch gerettet werden, genauer gesagt Rettung finden.

Jesus spricht im NT eindeutig davon, dass jeder Mensch nur einmal lebt und dann das Gericht. Im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus wird die Situation im Jenseits beschrieben. Es gibt keinerlei sonstige Hinweise darauf, dass dies anders sein könnte. Die Aussage von Paulus, dass sich welche auf oder aufgrund Verstorbener taufen ließen, ist leicht missverständlich. Aber eine Taufe versöhnt nicht mit Gott und bringt somit nicht das Heil. Paulus bezieht sich hier entweder auf eine unchristliche Praxis bei den Heiden oder darauf, dass lebende Menschen zum Glauben gefunden und sich haben taufen lassen, wegen Menschen, die zum Zeitpunkt des Paulus-Briefes bereits verstorben waren. In dem Brief hat Paulus dies aber nur angeführt, um zu zeigen, wie ernst der Glaube an Jesus und die damit verbundene Heilsgewissheit ist. Eine Weitergabe/Spendung an Verstorbene von Heiligem Geist und Abendmahl ist gar nicht belegt und somit eine unbiblische Praxis.

5. Weitere Lehren

Weitere Lehren, die den Ausführungen im Neuen Testament (pastoralen Briefen und Apostelgeschichte) widersprechen oder diese anders darstellen:

5.1 Frauen in Lehrtätigkeiten

Frauen in Lehrtätigkeiten über Männer: Der Apostel Paulus selbst hat dies abgelehnt und mit den Schöpfungsgesetzen Gottes begründet! Auch sagt er, dass der Mann das Haupt der Frau ist, der Christus aber das Haupt des Mannes. In der Gemeinde erlaubt er einer Frau nicht, Männer zu lehren und sich über diese zu stellen, sondern die Frauen sollen ruhig sein, in aller Stille lernen und daheim dann ihre Männer befragen zu Lehrthemen. Öffentliches Beten und Weissagen im Übrigen nur mit „bedecktem Haupt“. 

5.2 Felsenamt (Stammapostelamt)

Die Behauptung eines Felsenamtes in Petrus (Stammapostelamt), analog zum Papsttum, welches sogar weitergegeben werden kann. Jesus aber ist der Fels, nur er allein! Griechisch ‚petros‘ (Petrus) ist ein Stein, aber ‚petras‘ (auf dem die Gemeinde gegründet wurde) ist der Fels. Es hat kein Apostel Jesu über dem anderen gestanden. Paulus selbst kritisierte und korrigierte Petrus in der Apostelgeschichte, als dieser sich falsch verhielt. Die KAG kannte im Übrigen „12 Stammapostel“ gleichzeitig, jedoch bezogen die sich auf die zwölf Stämme Israels. Je ein „Stammapostel“ pro Stamm. Jeder der 12 neuen „Apostel“ war gleichzeitig auch ein „Stammapostel“.

5.3 Amtsgliederung/Ämterhierarchie

Die Amtsgliederung und Gemeindestrukturierung sind nicht biblisch. Mehrere Älteste, Evangelisten und Diakone in jeder Gemeinde, sowie sich selbst verwaltende Gemeinden waren das Ziel bzw. der Plan! Keine Institution „Kirche“ mit Hierarchien und Strukturen wie heute! Keine Amtskirche von „oben herab“!

5.4 Anbiederung an den Zeitgeist

Die Anbiederung an den Zeitgeist: Themen wie Frauen im Amt und Ökumene sind neue Sichtweisen, die erst in den vergangenen Jahrzehnten aufgekommen sind. Auch Themen wie Klimawandel und Offenheit für unkontrollierte Massenmigration wurden unkritisch und ohne Hinterfragen aufgenommen, oder es wurde dabei willfährig sogar mitgemacht, stellenweise auch bei der Verunglimpfung von Kritikern dieses Zeitgeistes und Geschehens. Corona war der absolute Höhepunkt diesbezüglich.

Liebe Grüße

Björn

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