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Neuapostolische Kirche Ausstieg - Ein Sturm brach los beim Ausstieg aus der Neuapostolischen Kirche - Der Austritt und ein neues Leben mit Jesus.

Neuapostolische Kirche Ausstieg
Ein Sturm brach los! – Der Austritt


Gudrun

Knüppel wurden mir in den Weg geworfen

Ich trat auch beim Standesamt aus der Kirche aus. Ich wollte keine „Karteileiche“ sein. Meine Kinder ließ ich ihre eigenen Erfahrungen machen und hinderte sie in keiner Weise daran, mit ihrem Vater in die Kirche zu gehen, gab ihnen auf ihre Fragen ehrliche Antworten. Da sie – im Gegensatz zu mir damals in dem Alter – lernen durften, auf ihr eigenes Gefühl und ihre Beziehung zu Gott zu vertrauen, entwickelten sie ein gutes Gespür für Wahrhaftigkeit und fühlten sich dort nicht wohl.

Ihr Vater trug nicht gerade dazu bei, Glaubwürdigkeit zu schaffen, indem er ständig neue Frauen hatte, mich aber verleumdete, mir Jesus absprach, sogar versuchte, mich mithilfe der Sektenbeauftragten zu verfolgen, weil ich nach meiner Ausbildung als Shiatsu-Therapeutin und einiger Praxis darin eine Ausbildung als mediale Beraterin machte, um meiner sich offenbarenden medialen Gabe Hand und Fuß zu verleihen! Kurz, er tat alles, um mir Knüppel in den Weg zu werfen, auch indem er plötzlich jegliche Unterhaltszahlungen für die Kinder einstellte und versuchte, meine Kinder zu „kaufen“.

Jesus beschützte uns

Gott sei Dank aber behaupteten sie sich und machen erfolgreich ihren Weg durch Schule und Studium und haben liebevolle Beziehungen. Dafür bin ich sehr dankbar und auch wirklich stolz auf sie. Gott hat sie sehr gesegnet und geschützt. Ehrlich gesagt, warnte Jesus mich immer durch Worte oder Bilder, bevor etwas Schlimmes passieren konnte, sodass ich eingreifen konnte, beispielsweise als einer meiner Söhne, als er bei seinem Vater lebte, begann, computersüchtig zu werden. Nur beten reicht nicht immer aus, man muss auch das Richtige tun, wenn man kann und sieht, dass etwas aus dem Ruder läuft und Menschen dadurch Schaden nehmen, erst recht, wenn dies die eigenen Kinder sind!

Jesus sorgte immer dafür, dass ich hatte, was ich brauchte, auch wenn ich in manchen Situationen in alte Muster verfiel; manchmal war es wie ein Wunder. Ich erlebte dadurch, dass Jesus sein Wort erfüllte: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch solches alles zufallen“ (Matthäus 6, 33). Vor allem in meiner Lehrerin fand ich eine Großherzigkeit wie nie zuvor und auch niemals danach bei irgend einem Menschen. Jesus sagte ihr manchmal, sie möge etwas tun oder kaufen oder mir etwas sagen, ohne dass sie den Grund wusste, und genau das war dann für mich gerade das Rettende! Dagegen erhielt ich vonseiten meiner christlichen Familie keinerlei Unterstützung, im Gegenteil, in deren Augen konnte ich als verirrtes Schaf nur noch Pech haben und war alles selbst verschuldet, ich bräuchte nur zurückkehren.

Die behaupten, sie seien Apostel und sind es nicht

Einige Zeit nach meiner Lösung von der NAK erhielt ich, wie es an entscheidenden Stellen zuvor schon hin und wieder vorkam nach innigem Gebet, die Aufforderung, die Bibel aufzuschlagen. Ich fiel fast um, als mir das Wort gezeigt wurde aus der Offenbarung 2, 2: „Ich kenne deine Werke und deine Bemühung und dein standhaftes Ausharren, und dass du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die behaupten, sie seien Apostel und sind es nicht, und hast sie als Lügner erkannt“ Was glauben Sie, was ich für ein Herzklopfen bekam! So direkt fühlte ich mich von Jesus noch nie angesprochen, und dieses Wort kannte ich nicht einmal!

Ich betete und erhielt die Worte von Jesus: „Ja, ich meine dich, und du hast die Apostel in der NAK erkannt, herzlichen Glückwunsch! Auch sie sind gemeint!“ Jesus sprach in der Folgezeit öfter nicht gut über die NAK, beispielsweise sagte er: „Eine Kirche hauptsächlich für Erhöhte ist das leider geworden, die gerne etwas Besseres sind als andere Menschen.“

Mir wurde bewusst wie sehr Jesus jeden einzelnen liebt

Ich erschrak dann immer, und musste ihm aber recht geben, denn diese Eigenschaft kannte ich auch an mir selbst und musste ich ablegen. Und dass ich einen direkten Draht zu Jesus hatte, war mir im Laufe meiner Ausbildung und Arbeit an Menschen bewusst geworden, denn was Jesus mir zeigte als Ursachen für Symptome, Krankheiten, Pech und Schicksal bei ihnen und wie er dann half, das war er, und ich nur Kanal. Diesen nur reiner und feiner werden zu lassen, das war meine Aufgabe und ist schwer genug, da es dann immer ans „Eingemachte“ geht – an das Verborgene, Unbewusste, Schmerzhafte, Abstoßende oder Verstoßene -, und Jesus hat mir oft den „Kopf gewaschen“ mit deutlichen Worten!

Wie sehr Jesus aber die Menschen, jeden einzelnen, egal ob Kirchgänger oder nicht, liebt, wurde mir dadurch erst richtig bewusst. Er sieht nur und unbestechlich auf das Herz und die Seele – „gute Taten“ sind in seinen Augen daher nicht immer gute Taten. Viele Menschen setzen aber durch ihre Herzkraft instinktiv vieles davon um, was Jesus in seiner Bergpredigt lehrte.

Weil ich Jesus dankbar bin

Über meine Erfahrungen schreibe ich nicht für mich oder um mich zu rechtfertigen oder Anerkennung zu bekommen, sondern ich tue es nur für Jesus, weil ich ihm dankbar bin, dass er sich hat finden lassen von mir. Ich tue dies auch, um anderen Mut zu machen. Er liebt jeden einzelnen Menschen mehr, als man sich vorstellen kann, aber mag eines nicht: Richten und urteilen und anderen Menschen Jesus oder Gott absprechen. Wenn Jesus etwas sagt, der die tiefste Wahrheit kennt, ist es dagegen immer gerecht. Damit hätte ich ja selbst niemals gerechnet, dass er direkt zu Menschen spricht. Was er sagte und mir zeigte, möchte ich nur weitergeben und jeden ermuntern, seine eigenen Erfahrungen mit Jesus zu machen.

Er hat gegen niemanden etwas, außer dagegen, dass Menschen behaupten, sie würden andere mit Sicherheit zu Gott bringen, ohne sich wirklich 100 prozentig sicher sein zu können, (Trotzdem sind sie frei, ebenso wie die, die solchen folgen wollen.) denn dafür müssen sie Beweise haben, dass Gott wirklich dahintersteht. Genau dieses gibt es in der NAK jedoch nicht – – ich würde sagen, aus gutem Grund. „Das Propheten-Amt sei in das Apostelamt übergegangen“, wurde einfach irgendwann behauptet, und die Weissagung des damaligen Stammapostels Bischof hatte sich seinerzeit nicht erfüllt.Dabei ist laut Offenbarung des Johannes gerade das ein Zeichen des Zeugnisses Jesu: der Geist der Weissagung. (Offenbarung 12,17 und 19,10). Wo der Heilige Geist weht, gibt es Weissagungen, und gerade für unsere Zeit ist verheißen, dass Gott „die Söhne und Töchter des Lichts wieder erwecken wird, und sie sollen weissagen.“ 

Ich kenne noch andere, zu denen Jesus spricht

Es fiel mir lange schwer, in unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von Rationalität und in der alles „Übernatürliche“ schnell als verrückt abgestempelt wird, dazu zustehen, aber damit tat ich Jesus Unrecht. Ich bekomme Worte und Bilder von ihm, und da sie stimmen (z. B. was ein Mensch erlebte als Ursache für Probleme/Symptome oder auch Hinweise und Ankündigungen), vertraue ich ihm. Ich kenne noch andere, zu denen er spricht. Es gibt auch Muslime, denen Jesus im Traum erscheint und sie führt! Im Ursprung der Apostolischen Bewegung gab es Weissagungen, bis sie erstickt wurden.

Solange aber den Aposteln gehuldigt wird und diese hervorragend – wirklich, perfekt: 400.000 SFR Jahresgehalt für einen Schweizer Bezirksapostel ist mehr als gut! – und hochgeachtet von vielen Anhängern davon leben können, werden sie von sich aus wohl kaum selbst ihre Position hinterfragen wollen. … Wie so oft in der Geschichte müssen Missstände wohl vom „Volk“ aus behoben werden. Wie wahr ist doch der Ausspruch meiner leider schon vor über 5 Jahren verstorbenen Mutter: „Wer am Trog sitzt, frisst“!

Ihre Gudrun

Nachtrag

Ich habe Ihr Zeugnis gelesen. Ja, lieber Lutz, ich finde mich in Deinem Zeugnis ebenfalls wieder. Auch ich entfernte mich nicht durch schlimme Erlebnisse – diese traten erst später ein, nachdem ich schon weg war -, sondern durch ein inneres Suchen, ausgelöst durch Leid und Fragen, die ich an Gott hatte. Ich liebte meine Gemeinde und freute mich über den in meinen Augen selbstlosen Einsatz der Leute dort, gab auch gerne alles, um zu ihrer Freude und zur Freude Gottes beizutragen und war sehr traurig, diese meine Heimat verlassen zu müssen.

Ganz so selbstlos wie damals erscheinen viele mir aber heute im Nachhinein nicht mehr. Und über die Unverfrorenheit der Apostel kann ich nur den Kopf schütteln. Dass sie es wagen zu behaupten, dass sie Gottes Wort sprechen und dass sie Sünden vergeben! – und „mit Garantie“ die, die ihnen folgen, zu Gott bringen.  – wie leichtsinnig ist das. Sie tragen doch Verantwortung. Sie müssen sich doch vor Gott verantworten!

Auch deckt sich Ihr Erleben mit meinem, dass man völlig unvoreingenommen auf Gott zugehen muss, total offen für ihn, ohne jegliche begrenzende Meinung – soweit es einem irgend möglich ist. Blinde Flecken haben wir alle.

Gott erhört nicht die Geste der NAK Amtsträger

Gott ist ja größer als alles, was es auf Erden gibt, und Jesus ist Gott, „der Fleisch angezogen hat“, um den Menschen zu helfen. In Jesaja 59 (diese Stelle wurde mir Heiligabend von Jesus gezeigt) steht auch, warum Gott keine Gebete erhört – eigentlich ist es aber der Naturzustand, dass er Gebete erhört. Tut er es nicht, dann deshalb – steht dort -, weil die Sünden eine Scheidewand bilden zwischen Menschen und Gott. Dann sind Menschen eigentlich aufgerufen, ihre Sünden zu bereinigen, und dann erhört Gott sie auch wieder! Wäre die Sündenvergebung durch die Apostel also wahr, müssten ja alle ihre Gebete und die ihrer Anhänger erhört werden und die anderer Menschen nicht. Offensichtlich geschieht es oft jedoch genau andersherum …

Weiterhin wird dort berichtet, dass Gott sieht, der die Menschen „machen lässt“: Es gibt Lüge, Ungerechtigkeit und Ausbeutung, aber die Menschen schaffen es nicht, das zu ändern. Es ist keiner da, der für Gerechtigkeit sorgt – – also zieht Gott selbst Fleisch an und geht zu den Menschen, um es zu richten. Das war Jesus. Für unsere Zeit wurde er ebenfalls angekündigt, lasst uns also beten, dass er bald kommt!

Ihre Gudrun

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