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Neuapostolische Kirche Ausstieg! Spiritistische Praktiken unter Christen? Der Bericht einer Aussteigerin, der es in sich hat!

Neuapostolische Kirche Ausstieg Schockierende Spiritistische Praktiken unter Christen?

Siegried*

Kontakt zu echten Christen

Wieder ein paar Wochen später wurde ich zu einer Adventsfeier in eine freie christliche Gemeinde eingeladen. Ich wollte auf gar keinen Fall in einen Gottesdienst gehen, weil ich der Meinung war, dass die mich dann wieder nicht in Ruhe lassen und mir lästig werden, wie in der NAK üblich. Auf jeden Fall bin ich auf die Adventsfeier gegangen, war ja kein Gottesdienst. Es wurde Kaffee getrunken und Lieder gesungen. Beim Singen dieser Lieder liefen bei mir nur noch die Tränen. Viele dieser Lieder kannte ich und habe sie Jahrzehnte lang im Chor gesungen.

Danach hat mich niemand angesprochen: „Wie hat es Dir gefallen, sehen wir uns wieder, kommst Du am Sonntag in den Gottesdienst oder ähnliches“. Ich wurde herzlich begrüßt und herzlich verabschiedet. Das war schon einmal gut! Für mich stand fest: Am Sonntag gehe ich in diese Gemeinde und hör mir mal einen Gottesdienst an. Eine tiefe Befriedigung erfüllte mein Herz und die Sehnsucht, die ich monatelang vorher gespürt hatte, wurde gestillt.

Aber was ich da hörte! Die Heilsbotschaften des Evangeliums. Ich habe es dann im Neuen Testament nachgelesen, es ist die Wahrheit. Und Gottes Wort, die Bibel, ist nichts als die Wahrheit: „Ich bin von Gott erwählt, von Gott geliebt, durch Jesus erlöst und alles ist Gnade, ich muss und kann nichts durch eigene Leistung dazu beitragen, Jesus ist für mich gestorben und hat mich von Sünde und Schuld befreit“. Ich habe das nur so in mir aufgesogen. Ich habe mich auch dazu entschlossen, einen Glaubens-Kurs zu besuchen, um das Evangelium so zu hören, wie es biblisch richtig ist.

Erfüllt von einer tiefen Liebe zu Jesus

Seitdem erfüllt mich eine ganz tiefe innere Liebe zu Jesus, ich darf sie heute noch im Herzen spüren! Ich habe dann mein Leben Jesus übergeben, ich habe mich bekehrt und mich sogar taufen lassen, nachdem mir Gott durch verschiedene Bibelstellen gesagt hat, dass ich meine Lebensübergabe als Erwachsene und aus freier Entscheidung, öffentlich noch einmal bekennen soll. Das hat bei einigen Verwandten von mir, alle sind in der NAK, Lachanfälle hervorgerufen. Mir ist das heute ganz egal, auch wenn ich den Weg als Einzige von meiner Verwandtschaft gehe. Ich weiß und erfahre jeden Tag, dass ich mit Jesus gehen darf und das macht mich unheimlich stark!

Jesus heilt die Wunden

Ich habe in den letzten 2 Jahren so viele Glaubenserlebnisse mit Jesus haben dürfen, viel mehr als in den 30 bis 40 Jahren in der NAK! Ich bin Jesus einfach nur dankbar, dass er mich mit seiner Liebe zu sich gezogen hat und ich die Gewissheit haben darf, zu ihm zu gehören, ohne dass ich etwas leisten muss. Jesus ist in mir und ich bin in Jesus, er hat mich zum Vater gebracht und das darf ich heute jeden Tag erleben und spüren. Er heilt Stück für Stück meine alten Wunden, deckt eines nach dem anderen auf und erneuert mich! Mit ihm bin ich stark und ich kann heute so ein Segen für seine Gemeinde, das sind alle Christen, die Jesus als ihren Herrn anerkenne, sein.

Wenn ich mich mit Menschen unterhalte, auch mit NAK Mitgliedern, dann sprudelt die Freude und die Liebe Jesu nur so aus mir heraus, sodass die Menschen mehr wissen wollen und ich Zeugnis geben darf. Die Liebe sei das Zeichen, daran man Euch erkennt. Das ist jetzt einfach da und ich muss mich in keiner Weise anstrengen. Warum? Weil Jesus in mir ist und ich darf oft erleben, dass nicht ich es bin, die da redet, sondern der Heilige Geist redet und fühlt durch mich. Das sind so übernatürliche Erlebnisse, dass ich mir dabei felsenfest sicher bin.

Allen Menschen von Jesus erzählen

Ich scheue mich heute nicht mehr, allen Menschen – auch NAK Mitgliedern vom wahren Evangelium zu erzählen. Entsprechend dem Bibelwort: „Ihr müsst mit Widerstand rechnen“ (Matt. 11, 16) und „Ihr müsst die Konsequenzen für die Nachfolge tragen“ (Matt. 11, 34). Ich weiß und erlebe, dass mir Gott dabei hilft. Ich habe mich damals schon gefragt, ob mit den „falschen Aposteln“, die im Neuen Testament erwähnt sind (2. Kor. 11, 13 und Off. 2, 2), die der Neuapostolischen Kirche gemeint sind. Heute weiß ich, dass es leider so ist.

Lange Zeit war es mir nicht möglich, mich mit der Lehre der NAK auseinanderzusetzen. Ich wollte einfach meine Ruhe haben und war und ich bin es heute noch, einfach nur froh und dankbar, dass ich den Absprung geschafft habe. Heute genieße ich eine Freiheit, die ich nie gekannt hatte und in die Jesus mich geführt hat. Ich habe nie irgendetwas Negatives über die NAK erzählt, weil ich erstens nichts Falsches oder Ungeprüftes sagen wollte und zum Zweiten keine Sünde durch Verleumdung begehen wollte und auch heute nicht will.

Vor einiger Zeit sprach mich eine Glaubensschwester aus meiner Gemeinde an, dass ihre Freundin einen neuapostolischen Mann heiratet und den kirchlichen Segen dort bekommt. Sie fragte, was das denn für ein glaube sei. Ich müsste ihr doch einiges erzählen können, weil ich ja dort Mitglied war. Mir ist kalt und heiß geworden. Was soll ich ihr sagen? Ich habe das Gespräch, so muss ich zugeben, willentlich um einige Wochen hinausgeschoben.

Ich wollte mein Zeugnis veröffentlichen

Zu dieser Zeit beschäftigte ich mich mit dem Thema ‚Ausgießung des Heiligen Geistes im 19. Jahrhundert‘ und habe darüber einiges an Literatur aus nicht neuapostolischen Quellen gelesen. Mir war bekannt, dass die Gründung der NAK auch auf diese Zeit zurückgeht und habe auf der Homepage der NAK international nachgelesen. Ich suchte über Google und dabei sah ich die Website ‚www.nak-info.de‘. Das war es dann. Ich studierte und überprüfte alles wochenlang und ich kam zu dem Entschluss, hier mein Zeugnis zu veröffentlichen.

In meiner jetzigen freien Gemeinde habe ich erlebt, dass Gott selbst zu den Menschen spricht und ihnen je nach Entwicklungsstand und geistiger Reife, aktuelle Berufungen gibt und seinen Willen mitteilt. Das kann z. B. alle paar Jahre ein anderer Dienst sein, denn Gott entscheidet, er kennt uns am besten. Ich kenne Christen, die z. B. für ein paar Jahre ins Ausland auf Mission gehen, wie Gott es Ihnen aufs Herz gelegt hat. Sie brechen hier alle Zelte ab und gehen – mit Gott – in eine neue ungewisse Zukunft und erleben dabei die wunderbare Führung Gottes, der sich um alles sorgt. Das bedeutet für mich Berufung.

Neuapostolische Anmaßung und Hochmut 

Ich habe auch nie akzeptiert, dass nur die Mitglieder der NAK errettet würden und alle anderen Christen nicht. Das ist eine Anmaßung und Hochmut, der seinesgleichen sucht. Heute weiß ich, dass dieser Absolutheitsanspruch ein Sektenkennzeichen ist.

Vor kurzem habe ich erfahren, dass der Stammapostel anlässlich des Europäischer Jugendtag der NAK (EJT) Autogramme verteilt hat. Das hat mich zutiefst abgestoßen. Hierbei geht es um Menschenverherrlichung! Wo bleibt Jesus? Ihm allein gebührt die Ehre! Siehe dazu die „die Heuchelei der Pharisäer“ Luk 11, 43ff. Dort geht es um Macht und Ehre und das Aufbürden von Lasten. Die Lehre, wie sie praktiziert wird, ist nicht in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes. Wo steht, dass man die Gottesdienste auskaufen muss, um das Ziel zu erreichen? An welcher Stelle steht im Evangelium, dass die Gemeindeleiter (Leistungs-) Druck ausüben sollen auf die Gemeinde, samit eine Erlösung möglich wird?

Allein Jesus gebührt die Ehre

Das Evangelium spricht nur von Liebe und Gnade, die Apostel des Neuen Testaments erniedrigten sich und verweisen immer darauf, dass die Gemeinde einzig und allein Jesus die Ehre geben soll und allein ihm die Ehre gebührt, weil er uns durch seine Tat auf Golgatha erlöst hat von unseren Sünden und er unsere Krankheiten und Gebrechen ans Kreuz getragen hat, durch seine Striemen sind wir Heil geworden. 

„So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm, und mit seinem Herzen vom Herrn weicht.“ – Jeremia 17, 5

Die Familie schweigt das Thema tot

Es ist sehr interessant, wie sich meine Sippschaft dazu verhält, dass ich „woanders hingehe“ und aus der NAK ausgetreten bin. Einzelne interessieren sich sehr dafür was ich erlebe und rufen mich immer wieder mal deswegen an. Nur bei gemeinsamen Treffen, wo die ganze Familie teilnimmt, da wird das Thema einfach totgeschwiegen. Es traut sich keiner eine Diskussion anzufangen oder vor den anderen zuzugeben, dass es sie interessiert. Bei diesen Treffen höre ich mittlerweile den „Tenor“ des Inhaltes neuapostolischen Glaubens heraus. Früher ist mir das nie aufgefallen, es war einfach normal. Sie sprechen nur über die „guten Amtsgaben“ und den tollen Altarschmuck usw.

Wenn ich mich mit einem NAK Mitglied unterhalte und wir über deren Probleme sprechen, höre ich meistens den Satz: „Bitte denk an mich“ ich sag dann immer: „Ich denk nicht nur an Dich, sondern ich bete für Dich“. Warum geht das Wort ‚Beten‘ so schwer über die Lippen?

Eine echte christliche Gemeinde

Heute darf ich ein reiches, mit dem Heiligen Geist erfülltes Leben führen, wie ich es nie gekannt habe. Heute darf ich erleben, was es heißt „Gemeinde zu leben“ wie es die Urchristen lebten. Ich kenne keinen Zwang mehr, Gottesdienste besuchen zu müssen, weil es ganz normal und kein Diskussionspunkt ist, dass Gott direkt und aktuell auch zu mir spricht. Manchmal möchte er, dass ich diese Zeit ganz allein mit ihm verbringe und wenn ich diesem Eindruck nachgebe, darf ich wieder erbauende Glaubenserlebnisse haben. Ein anderes Mal drängt es mich wieder dreimal in einer Woche Gottesdienste zu besuchen.

Während der Gottesdienste in meiner neuen Gemeinde finden immer wieder gemeinsame Gebetszeiten statt, ganz ohne Zwang und in aller Ruhe. Nicht dass da nur einer vorbetet und alle nur Amen sagen, sondern wo jeder, der es auf dem Herzen hat, laut betet, einfach nacheinander und gemeinsam.

„Gemeinde leben“ heißt für mich heute, dass ich weiß, was meine Schwester oder meinen Bruder neben mir bedrückt, womit diese/r gerade kämpft. Das führt automatisch zu einem wunderschönen Miteinander und zu gemeinsamen Gebeten. Wir unterstützen uns auch im natürlichen Leben, wo es geht. Gemeinsames Bibellesen aus verschiedenen Bibelübersetzungen, um den Sinn besser zu verstehen, gehört ebenfalls zu den Inhalten unserer regelmäßigen Treffen. Wir sind so ca. 10 Christen – das ist mein „Hauskreis“. Ich hatte früher nie etwas davon gehört. Wir gehen intensiv und gemeinsam den Glaubens- und Lebensweg, treffen uns regelmäßig bei jemandem zu Hause, essen gemeinsam, singen oder, beten füreinander und unterstützen uns, wo es geht – auch im privaten Bereich.

„Prüfe, prüfe“ und ich bitte Dich noch einmal: „prüfe!“

Ich möchte in keiner Weise Amtsträger oder Apostel in Ihrer Persönlichkeit angreifen. Ich weiß, dass fast alle Amtsträger der heutigen Zeit in diese Glaubenslehre „hineingeboren“ wurden. Sie kennen nichts anderes und trauen sich ebenso wenig, wie die meisten, zu prüfen und zu hinterfragen. So wie auch ich Jahrzehnte lang nicht geprüft habe.

Ich wünsche Dir von Herzen, lieber „neuapostolischer Christ“, dass Du die Wahrheit erkennen kannst und dass Du Jesus und nur Jesus nachfolgen wirst.

„Prüfe, prüfe“ und ich bitte Dich noch einmal: „Prüfe!“ Es geht um Dein ewiges Leben oder um Deinen ewigen Tod. Du kannst Dich dabei, wenn es so weit ist, nicht auf andere Menschen berufen, Du bist selbst verantwortlich für Dein Seelenheil! Bitte Jesus darum, dass er Dir hilft die Wahrheit zu finden. Es ist nicht so schwer, wie es aus Deinem momentanen Blickwinkel erscheint. Ich spreche aus Erfahrung. Es ist nicht so schwer zu prüfen und auszubrechen, weil dann Jesus und der Heilige Geist mit Dir sind. Auf ihn kannst Du Dich verlassen, er wird Dich nicht enttäuschen und er wird Dir unendlich viel Kraft geben. Du wirst von einer Last befreit und errettet werden. ER führt Dich in die Freiheit und Du wirst ein Segen sein.

Alle sollen durch Jesus errettet werden

Lebe im Licht! (Luk. 11, 33-36) Lobe und preise Jesus, denn er ist Deine Herr!

Noch eine letzte Anmerkung: Ich behaupte nicht, dass ich alles theologisch einwandfrei mit den von mir angeführten Bibelversen belegt habe. Ich bin kein ausgebildeter Theologe. Hier habe ich erzählt, was ich mit Jesus erlebt habe sowie heute erlebe und wie ich mittlerweile manche Dinge sehe. Ich möchte Dich dazu anregen, zu überlegen und zu prüfen. Mir geht es um Dich und um die vielen lieben „Geschwister der NAK“. Mein Wunsch ist, dass Sie alle durch Jesus errettet werden und wir uns im ewigen Reich sehen können.

Shalom, Deine Siegrid*

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*Namen und Orte wurden geändert!

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