Betrachtungen

Du bist neuapostolisch?

Ich war es auch - Wem vertraust Du?

Kompetenz

Könnten wir jemandem vertrauen, der uns falsch informiert, der bewusst oder unbewusst die Unwahrheit sagt, der uns wichtige Sachverhalte verschweigt? Nach der Lehre der neuapostolischen Apostel kann nur durch das Apostelamt Sündenvergebung geschehen. Die Freisprache eines lebenden Apostels bzw. eines von ihm beauftragen priesterlichen Amtes sei dafür notwendig. Sündenvergebung und damit Errettung gibt es also nur in der Neuapostolischen Kirche. Es wird dabei immer wieder auf Joh. 20,23 hingewiesen, wo folgendes steht: "Wenn ihr (Die Apostel/Jünger) jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie <ihm> behalten." Wir sollten nie eine Bibelstelle aus ihrem biblischen Kontext herauslösen. Wir wissen nämlich auch aus der Heiligen Schrift, dass nur Gott Sünden vergeben kann: "Was redet dieser (Jesus) so? Er lästert. Wer kann Sünden vergeben außer einem, Gott?" [Mk 2,7] "Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat!" [Eph 4,32] Darüber hinaus erfahren wir, dass die Sünden vergeben sind durch den Glauben an Jesus Christus: "Diesem geben alle Propheten Zeugnis, daß jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen" [Apg 10,43]. "Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben" [Joh 8,24]. Weitere Textstellen belegen dies zusätzlich: Jak 5,15; Röm 3,25; Apg 13,38-39; Apg 26,18; usw... . Wenn es also so ist, dass nur Gott Sünden vergeben kann und diese durch den Glauben an den Herrn vergeben sind, muss Joh, 20,23 anders gemeint sein, als es Lehre der Neuapostolischen Kirche ist. Es gibt viele Auslegungen zu dieser schwierigen Textstelle. Ich möchte nur eine nennen, weil sie am besten in den biblischen Kontext passt: Die verheißene Macht und gegebene Autorität steht im Zusammenhang mit der Predigt des Evangeliums, das verkündigt, zu welchen Bedingungen Sünden vergeben werden, und, wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden, dass dann die Sünde behalten wird. Jesus spricht zu den Jüngern als Gruppe (die Verben stehen im Plural). Obwohl der Mensch keine Macht hat, Sünden zu vergeben, kann er doch aufgrund dessen, was Gott in Christus getan hat, die Vergebung zusprechen, dies kann jeder Jünger des Herrn tun, er braucht kein Amt zu haben. Nun könnte man einwenden, dass diesen Auftrag nach Joh. 20,23 aber nur die Apostel haben. Dies wäre aber kein berechtigter Einwand, denn aus Lukas 24,33 erfahren wir, dass Jesus diesen Auftrag nicht nur den 11 Jüngern erteilte, sondern allen im Raume anwesenden Gläubigen. Die Schrift unterscheidet hier nicht nach Jüngern und Apostel: “Und sie (Die Emmaus-Jünger) standen zur gleichen Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elf und die, die mit ihnen waren, versammelt,...” . Aus dem Textinhalt der folgenden Verse in Lukas 24 geht eindeutig hervor, dass es sich um dieselbe Begebenheit wie in Johannes Kapitel 20 handelt.

Wir sehen, Sündenvergebung geschieht nach biblischem Zeugnis durch den Glauben an Jesus Christus. Die Versöhnung mit Gott und die daraus resultierende Rechtfertigung geschieht durch die Inanspruchnahme der Versöhnungstat Jesu am Kreuz von Golgatha: “Gott aber erweist {seine} Liebe zu uns darin, daß Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn gerettet werden. Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.” [Röm 5,8-11]

Nach neuapostolischem Zeugnis geschieht Versöhnung jedoch durch: "...einen lebendigen Glauben an die durch die Apostel Jesu angebotene Gnade in dem Wort der Vergebung und in den Gnadentaten der Sakramente..." (1) Welch ein Unterschied! Nach biblischem Zeugnis der neutestamentlichen Apostel geschieht Vergebung durch den Glauben an Jesus und die Versöhnung durch die Versöhnungstat Jesu am Kreuz. Nach neuapostolischem Zeugnis müssen Menschen an die durch Apostel Jesu angebotene Gnade glauben und die Sakramente, die als Gnadentaten bezeichnet werden in Anspruch nehmen! Dadurch ist man nicht von Gott sondern, von Menschen abhängig, von den Aposteln der NAK.

Doch Gott ist frei und souverän, wir wissen, dass sich Gott nicht von Menschen abhängig macht. Wie hätte Jesus sonst zum Schächer am Kreuz sagen können "Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein"? Dieser kam nicht unter die Freisprache eines Apostel, er war wahrscheinlich nicht mal getauft, mit Sicherheit aber nicht versiegelt! Er erkannte in Jesus den Christus (Messias) und glaubte an ihn und war damit errettet!

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